Thailand Part 3- hot and hotter

Nach über drei schönen Wochen in Ban Krut machen wir uns auf den Weg nach Bangkok. Morgen ist nämlich Songkran, thailändisches Neujahr und da soll es nicht so gut sein zum Fahren.
Wir kommen abends in Bangkok an. Es ist extrem heiß und es geht auch kein kühlender Wind, so wie in Ban Krut am Meer. Dann gibt es auch noch einen kurzen Regenschauer, der die Straßen komplett überflutet und die Luftfeuchtigkeit stark ansteigen lässt.
Wir parken in der Nähe der Kao San Road und wollen uns erst mal was zu essen besorgen.

In den Straßen ist schon Songkran Stimmung angesagt, die Menschen bespritzen sich gegenseitig mit Wasser und haben weiße Paste im Gesicht.
Ürsprünglich wurden zum Neujahrsfest lediglich die Hände der älteren Familienmitglieder, sowie die Buddhas in den Tempeln mit Wasser übergossen. Mittlerweile hat sich das Fest aber so entwickelt, dass die Menschen komplett mit Wasser übergossen oder mit Wasserpistolen bespritzt werden.
Nach der schwül-heißen Nacht in Bangkok, fahren wir zu dem Tierarzt, bei dem endlich das benötigte Dokument für Mahi angekommen ist.
Da Jonas und Ellen zwei Zimmer in einem kleinen Haus in der Nähe gemietet haben, wo auch Sandra und Markus gerade sind, beschließen wir den Vieren einen Besuch abzustatten.
Auf dem Weg dorthin, sind die Songkran Feierlichkeiten in vollem Gange und auch wir und die fette Elke kommen nicht daran vorbei mit Talcum Puder beschmiert und mit Wasser begossen zu werden.

Songkran

Songkran

Songkran

Songkran

Songkran

Songkran


Bei den anderen angekommen stellt sich heraus, dass noch ein Zimmer in dem Haus frei ist und Verena überredet Benni dazu dieses zu nehmen. Das Zimmer ist nicht teuer und die Hitze und die Luftfeuchtigkeit in Bangkok sind einfach extrem. Außerdem ist es nett mit den anderen Reisenden zusammen zu sein. So schlafen wir zum zweiten Mal auf dieser Reise außerhalb unserer fetten Elke.
Auch Mahi findet das ganz schön komisch und ist in der ersten Nacht ziemlich unruhig.
unser Zimmer. Die Matrze liegt auf dem Boden...

unser Zimmer. Die Matrze liegt auf dem Boden…

...weil das Bett gekracht ist und die Reperatur des Hausherrn mit Dosen nichts gebracht hat.

…weil das Bett gekracht ist und die Reperatur des Hausherrn mit Dosen nichts gebracht hat.


Am nächsten Tag beschließen wir, uns ins Getümmel zu stürzen und Songkran zu feiern. Zusammen mit Jonas und Ellen machen wir uns auf den Weg. Unterwegs wird erst mal eine passende Waffe in Form einer Wasserspritzpistole besorgt und nach kurzer Zeit sind wir von oben bis unten durchnässt.
Songkran

Songkran

Benni, Ellen und Jonas

Benni, Ellen und Jonas

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Gegen Abend wird es mit den nassen Kleidern dann doch recht kühl und wir nehmen uns ein Taxi zurück zum Haus, wo Sandra und Markus mit Crystal und Mahi uns erwarten.

Da auch Sandra und Markus am gleichen Tag wie wir mit ihrem Hund Crystal in die Schweiz fliegen, beschließen wir gemeinsam zum Amstveterinär zu gehen um die Gesundheitsbescheinigung und die Ausfuhrgenehmigung für die Hunde machen zu lassen. Es ist viel los und bis wir mit allem fertig sind, sind 3,5 Stunden vergangen. Aber es hat alles geklappt und somit haben wir dann endlich alles erledigt, was wir für die Einreise nach Deutschland brauchen.

Beim Amtsveterinär. Markus mit Mahi und Crystal

Beim Amtsveterinär. Markus mit Mahi und Crystal


Dann gibt es ja noch das Problem mit den Containerrädern, die wir für die Verschiffung unseres Busses brauchen. Ein netter Thailänder hat uns ja angeboten, uns alte Felgen zu schenken. Da er aber über die Feiertage nicht in Bangkok ist, waren Ellen und Jonas so nett, sie für uns abzuholen und zu lagern, bis wir in Bangkok eintreffen. Da auf den Felgen allerdings noch Reifen drauf sind, machen wir uns, sobald die Feiertage um sind auf die Suche nach einer Werkstatt, die uns diese Abziehen kann. Sie ist schnell gefunden und auch eine weitere Werkstatt, die uns die Felgen bearbeitet ist schnell gefunden. Als wir sie am nächsten Tag abholen kommen, wollen die nicht einmal Geld dafür haben.
unsere Containerräder werden abgedreht.

unsere Containerräder werden abgedreht.

die fertigen Containerräder...

die fertigen Containerräder…

...Jonas und Benni probieren gleich ob alles passt

…Jonas und Benni probieren gleich ob alles passt


Da wir noch ein paar Souveniers für die Lieben daheim kaufen wollen statten wir, zusammen mit Jonas und Ellen, dem Chatuchak Weekend Market einen Besuch ab. Er soll der größte Wochenendmarkt der Welt sein und ist wirklich gigantisch groß. Wir bestaunen die tollen Werke der Künstler, die am Eingang ausgestellt sind, laufen einige Zeit über den Markt, aber es ist so unerträglich heiß, dass weder Zwei- noch Vierbeiner weiter hier bleiben wollen. Also fahren wir, leider ohne Souveniers, wieder zurück. Echt schade, denn es hätte bestimmt noch soooo vieles zu sehen gegeben.
Die schwül-heißen Temperaturen tragen nun auch dazu bei, dass wir die letzten Tage in Bangkok nur so viel wie nötig, außerhalb des kühlenden Hauses machen.
Da fällt uns wieder ein, was ein Thailänder in Songklah zu uns gesagt hat: “we have no seasons, only hot and hotter…”
Jetzt ist es also gerade hotter.
Dennoch muss Elke für die Verschiffung startklar gemacht werden. Während uns der Schweiß den Rücken hinunter strömt, machen wir innen und aussen alles sauber, Verpacken Lebensmittel und suchen Sachen zusammen, die wir im Flugzeug mitnehmen wollen.
Ein Tag vor unserem Abflug fahren wir dann zum Containerterminal in Bangkok. Nach kurzer Wartezeit kommt auch schon unser Agent, der für uns und zwei andere deutsche Pärchen, die ihre Toyotas verschiffen lassen wollen, den Papierkram erledigt. Wir fahren vor den Container und Benni montiert die Reifen um. Rad für Rad wird mit dem Wagenheber angehoben und gegen die kleinen Stahlräder getauscht. Während Benni die schweißtreibende Arbeit verrichtet, übernimmt Verena die wichtige Aufgabe der Dokumentation in Form von Fotos.
im Containerterminal

im Containerterminal

noch ist er zu hoch

noch ist er zu hoch

...jetzt noch hinten runter...

…jetzt noch hinten runter…

krasse Tieferlegung

krasse Tieferlegung

Nun wird es spannend, Benni steigt in den Bus und fährt langsam auf die Stahlrampe, die in den Container führt. Aber die glatten Stahlräder haben auf dem Untergrund keinen Grip. Mithilfe der anderen Reisenden, schaffen wir es dann aber doch noch die fette Elke in den Überseecontainer zu bekommen.

Elke wird verzurrt

Elke wird verzurrt


Jetzt ist unser (fast immer) treues Gefährt und unser Zuhause für das letzte Jahr also erst mal 5 Wochen weg.
Mit einem komischen Gefühl nehmen wir ein Taxi zurück zu dem Haus in Bangkok, wo Jonas und Ellen mit Mahi auf uns warten. Irgendwie fühlen wir uns jetzt schon so, als würde uns alles Mögliche fehlen.
Wir verbringen noch eine letzte Nacht in Bangkok und werden dann am nächsten Morgen von Jonas und Ellen zum Flughafen gefahren.
Benni und Mahi sitzen hinten im Eckbert

Benni und Mahi sitzen hinten im Eckbert


Wir sind ganz schön aufgeregt und hoffen, dass mit dem Flug für Mahi alles klappt und sind, auch wenn wir uns schon sehr darauf freuen Familie, Freunde und unsere beiden Katzen wieder zu sehen, sehr traurig, dass diese wunderschöne Reise nun zu Ende ist.
Am Flughafen angekommen, treffen wir auch Sandra und Markus. Das einchecken der Hunde klappt problemlos und dann müssen wir uns auch schon für die nächsten 12 Stunden von unserem kleinen Liebling verabschieden.
einchecken

einchecken


Benni hilft dem Flughafenangestellten noch die Hundebox auf das Fließband zu stellen und schon fährt Mahi durch das Röntgengerät? davon.
bis bald, kleiner Mahi...

bis bald, kleiner Mahi…


Der Rückflug ist nicht wirklich sehr entspannt, da wir immer hoffen, dass es unserem kleinen Freund im Frachtraum unter uns, gut geht.

Nach der Landung geht es recht schnell, dass wir die Box in Empfang nehmen können und es empfängt uns ein glücklicher Mahi, in einem riesigen Berg aus Kissenfetzen. Das war also seine Beschäftigung während des Flugs… Ansonsten ist er aber eigentlich ganz normal und man merkt ihm die Strapazen des Fluges gar nicht an. Schnell sind wir durch die Zollkontrolle durch (da Mahi ein Straßenhund ist und wir nichts für ihn bezahlt haben, müssen wir ihn auch nicht versteuern, erklärt uns der Zöllner). Verenas Mutter und Schwester holen uns vom Flughafen ab und wir fahren gemeinsam wieder zurück an den Ort, an dem unsere wundervolle Reise vor einem Jahr gestartet ist.
Nun heißt es erst einmal wieder Jobs und Wohnung finden, Geld verdienen für die nächste Reise. Denn diese war zwar die Erste aber ganz sicher nicht die Letzte…

Unsere Reise führte uns durch insgesamt 19 Länder, wir durften einzigartige, wunderschöne Landschaften sehen, viele verschiedene Kulturen, unglaublich nette, gastfreundliche Menschen kennen lernen, faszinierende historische Stätten besuchen, haben tolle, andere Reisende getroffen, konnten unzählige, neue Erfahrungen sammeln und haben es keinen Tag bereut, diese Reise gemacht zu haben. Wir können nur jedem raten, der so etwas auch gerne tun möchte: „mach es einfach“.

Thailand Part 3- Strandhopping

Nachdem wir zum dritten Mal nach Thailand eingereist sind, führt unser erster Stop nach Songklah. Die kleine Stadt ist bei thailändischen Touristen sehr beliebt, Ausländer verirren sich allerdings selten dort hin.

Songklah- der Strand ist leider sehr vermüllt

Songklah- der Strand ist leider sehr vermüllt

Dort bleiben wir zwei Tage und fahren dann weiter in die Nähe von Trang. An einem einsamen Sandstrand treffen wir uns mit Sandra und Markus und ihrem Hund Crystal. Sie sind mit ihrem VW T2 unterwegs.

bei Trang

bei Trang

bei Trang

bei Trang

Der Platz ist wunderschön, Sandra und Markus reisen aber bald weiter und nach vier Tagen reicht es uns dann aber mit der Einsamkeit und die Reise geht weiter nach Koh Lanta. Hier warten wir noch auf ein Dokument, dass wir für die Einreise nach Deutschland mit Mahi brauchen.
An unserem schönen Stellplatz direkt am Meer lässt sich das auch gut aushalten.

 

Koh Lanta

Koh Lanta

Wir treffen uns nochmal mit Astrid und Sven, die nun nach 6 Monaten auf der Insel auch mal weiter fahren wollen und lernen auch sonst noch nette andere Reisende kennen. Mit einem gemieteten Roller erkunden wir die Insel, verrichten mal wieder Reparaturarbeiten am Bus, genießen das leckere, thailändische Essen, gehen schwimmen und relaxen am Strand.

Koh Lanta

Koh Lanta

Koh Lanta

Koh Lanta

Koh Lanta

Koh Lanta

Koh Lanta

Koh Lanta

 

Außerdem haben wir mit einer Ameisenplage zu kämpfen. Die kleinen Krabbeltiere haben sich wohl in Trang, in den Bus eingeschlichen und es sich gemütlich gemacht. Als wir am Morgen die Teekanne, die wir auch am Tag zuvor benutzt hatten, auf den Kocher stellen, flüchten hunderte der Tiere, bepackt mit ihren Eiern aus dem Ausguß.

Ameisen

Ameisenplage

Da Mahi´s Dokument nach 3 Wochen immer noch nicht da ist, beschließen wir uns nach einer neuen Adresse in Bangkok umzuschauen und weiter zu fahren. Also geht es für uns wieder mit der Fähre runter von der Insel, weiter nach Krabi. Dort müssen wir die Aufenthaltserlaubnis für unser Auto verlängern. Dann geht es nach Ban Krut. Dort stehen auch schon Wolfi und Verena am schönen Strand. Wir parken die fette Elke daneben. Obwohl noch gar keine Regenzeit ist, regnet es die ersten 3 Tage fast ununterbrochen und so verbringen wir viel Zeit im Bus.

Hundewetter

Hundewetter

Aber dann kommt die Sonne wieder raus und wir können das Strandleben voll und ganz genießen. Da Wolfi und Verena Fahrräder dabei haben, die sie uns netterweise zur Verfügung stellen, können wir die wenige Kilometer entfernten Märkte besuchen, die Donnerstags und Samstags stattfinden.

mit dem Fahrrad zum Markt

mit dem Fahrrad zum Markt

Das ist dann auch immer das Highlight der Woche, denn viel kann man in dem kleinen Dorf sonst nicht machen. Das ist aber auch gar nicht schlimm, denn wir können uns auch so ganz gut beschäftigen. Die Tage gehen viel zu schnell vorbei und die Abende verbringen wir mit unseren netten Nachbarn.
Gemeinsam wird thailändisch gekocht, wir backen, gehen spazieren, machen Yoga, lesen, verrichten kleinere Arbeiten,…

Benni und unsere Nachbarin Verena beim Chilipaste herstellen

Benni und unsere Nachbarin Verena beim Currypaste herstellen

Benni der Hundetrainer

Benni der Hundetrainer

Wolfi hilft beim Muschel suchen

Wolfi hilft beim Muschel suchen

Beim Einkauf im Nachbarort Ban Saphan treffen wir einen Deutschen mit seiner thailändischen Frau. Er hat einen Toyota Pick up zu einer Art Wohnmobil umgebaut. Alles improvisiert, da es wirkliche Wohnmobile in Thailand eigentlich nicht gibt, aber das Fahrzeug sieht echt cool aus.

die Tür vom Wohnmobil

die Tür vom Wohnmobil

Er erzählt uns auch, dass bei dem Guesthouse in dem er ist, noch ein Landrover Defender mit deutschem Kennzeichen steht. Das können eigentlich nur Jonas und Ellen sein, denken wir uns und schreiben den beiden eine email. Sie sind es tatsächlich und kommen am nächsten Tag vorbei zum quatschen. Da sie aber gerade Besuch von Ellen´s Mutter haben, fahren sie dann aber auch wieder weiter.
Am nächsten Tag kommen dann noch Sandra und Markus im T2 vorbei und bleiben noch ein paar Tage. Auch sie sind auf dem Weg nach Bangkok und fahren zwei Tage vor uns wieder weiter.

Markus, Benni und Wolfi beim Versuch eine Gasflasche umzufüllen

Markus, Benni und Wolfi beim Versuch eine Gasflasche umzufüllen


Wolfi und Benni haben ihre Leidenschaft zu frühmorgendlichen Marktbesuchen entdeckt und machen sich vor Einbruch der großen Hitze mit den Fahrrädern auf den Weg allerlei leckere und unbekannte Dinge einzukaufen. Zum Beispiel finden sie einen Stand an dem frisch gepresste Kokosmilch hergestellt wird.

Kokosnuss schälen...

Kokosnuss schälen…

...raspeln...

…raspeln…

...pressen...

…pressen…

... fertige Kokosmilch und Raspeln

… fertige Kokosmilch und Raspeln

Also kaufen die Männer die leckeren Zutaten ein und die beiden Verena´s verkochen sie dann.
Auch das passende Zubehör zum Zubereiten der thailändischen Köstlichkeiten schaffen wir uns an. So haben wir jetzt einen Sticky Rice Kocher und einen Steinmörser.

unser sticky rice Kocher

unser sticky rice Kocher

Nach über drei schönen Wochen in Ban Krut machen wir uns dann auf den Weg nach Bangkok. Morgen ist nämlich Songkran, thailändisches Neujahr und da soll es nicht so gut sein zum fahren.
Also machen wir uns auf den Weg und hoffen, dass es unsere fette Elke bis in die thailändische Hauptstadt schafft.

Malaysia- Elke streikt im Multikulti-Land

Der Grenzübergang nach Malaysia verläuft völlig problemlos und schnell. Keiner entdeckt Mahi im Bus und nachdem wir auf die Frage nach dem Carnet antworten, wir hätten keines, winken sie uns einfach durch. Spätabends reisen wir in das 20. Land unserer Reise ein. Und schon wieder ist es ganz anders, als die bisherigen Länder die wir bereist haben. Bereits an der Grenze müssen wir für den ersten Straßenabschnitt Maut bezahlen. Nachdem wir die ersten Meter im Land gefahren sind, wissen wir auch warum. Perfekte Straßen mit Fahrbahnmarkierungen, Seitenstreifen, Leitplanken und Mittelstreifen finden wir hier. So was haben wir ja schon lange nicht mehr gesehen. Wir fahren noch ein Stück weiter und nächtigen auf einem Autobahnparkplatz bevor wir am nächsten Morgen weiter fahren nach Penang.

Brücke nach Penang

Brücke nach Penang

Die Insel Penang ist durch eine 8 km lange Brücke vom Festland getrennt. Nachdem wir diese überquert haben, landen wir in Georgetown und parken die fette Elke an der Promenade. Die Nacht wird sehr laut, da sich hier die Einheimischen treffen.

Georgetown

Georgetown

Wir beantragen auf der thailändischen Botschaft ein neues 60 Tages Visum für Thailand und erkunden dann die Stadt. Außerdem wird ein Früjahrsputz in Elke gemacht. Da wir vor der Einreise nach Malaysia das Carnet de Passage einfach nicht finden konnten, wird jetzt einmal alles auseinander genommen. Alle Schränke ausgeräumt und neu sortiert und alles unnötige entsorgt. Die Arbeit lohnt sich, nicht nur weil wir das Carnet zum Glück wieder finden. Ein Besuch in „Little India“ gibt uns ein bißchen das Gefühl in Indien zu sein. Hier gehen wir erstmal ein wenig shoppen und verköstigen uns dann in einem der vielen Straßenrestaurants.

Gemüseeinkauf in Little India

Gemüseeinkauf in Little India

frischer Karottensaft

frischer Karottensaft

In Malaysia leben viele verschiedene Kulturen zusammen. Viele Einwohner stammen aus Indien und China. Der Großteil der Bevölkerung sind Moslems, aber es gibt auch einige Hindus, Buddhisten, Christen, usw. Das Multikulti- Land gefällt uns ausgesprochen gut. Wir fahren durch eine Straße und während wir im Hintergrund den Muezzin zum Gebet rufen hören, brennen auf der rechten Seite gigantische, 2m hohe Räucherstäbchen vor einem buddhistischen Tempel. Gleichzeitig steht auf der linken Straßenseite ein kleiner, hinduistischer Altar vor einem Wohnhaus.

Hausaltar

Hausaltar

Nach zwei Tagen verlassen wir die Insel wieder und fahren weiter Richtung Süden. Wir machen einen Stop bei einer Schildkröten Aufzuchtstation. Hier werden Meeresschildkröten gezüchtet die dann, wenn sie groß genug sind, ins Meer entlassen werden.

Ein Franzose mit seiner Malayischen Frau spricht uns an und erzählt uns dass ganz in der Nähe ein LKW steht, der einem Schweizer Ehepaar gehört. Wir entscheiden uns dort hin zu fahren und fahren vorbei an unzähligen, riesengroßen Geflügelzuchtanlagen. Es stinkt fürchterlich und die endlosen Zäune mit den dahinter liegenden Gebäuden wollen kein Ende nehmen.

Geflügelzuchtanlage

Geflügelzuchtanlage

Geflügelzuchtanlage

Geflügelzuchtanlage

Dann erreichen wir den Strand an dem die Schweizer Lorenz und Giesela parken. Leider sind die Beiden aber nicht zu Hause und wir treffen nur ihren „Untermieter“ Phillipp an.

Also fahren wir am nächsten Tag weiter bis nach Melakka. Die Straßen sind gesäumt von nicht endend wollenden Palmenplantagen die zur Palmölgewinnung dienen. Man bekommt fast den Eindruck, ganz Malaysia besteht aus Plantagen. Ob das für das Ökosystem gut ist? Wir bezweifeln es.

Im Zentrum von Melakka finden wir einen guten, bewachten Parkplatz und erkunden die Stadt. Die Oldtown ist Unesco Weltkulturerbe. Sie stammt aus der holländischen Kolonialzeit und beherbergt unter anderem eine christliche Kirche.

Melakka

Melakka

Melakka

Melakka

Leider ist das ganze aber doch sehr stark auf den Tourismus ausgelegt, es gibt unzählige Souvenierstände, extrem kitschige Fahrradrikschas mit lauter Musikbeschallung, alles ist extrem perfekt restauriert und so geht der Charme der alten Stadt doch etwas verloren. Dennoch gibt es in der Stadt viel zu sehen, denn die Kolonien der Portugiesen, Holländer und Briten, die hier zu unterschiedlichen Epochen herrschten, haben einiges hinterlassen.

unser nächstes Reisemobil ;-)

unser nächstes Reisemobil ;-)

Außerdem hat die Stadtverwaltung noch eine super Idee zur Verbesserung der Luftqualität in ihrer Stadt durchgesetzt, die hier auch nicht vorenthalten werden soll. Hier der Auszug aus Wikipedia: „In einem 4,2 Quadratkilometer großen Teil der Stadt Malakka gilt seit 15. Juni 2011 ein generelles Rauchverbot. Die Verwaltung versucht so die Luftqualität zu verbessern und bestraft Verstöße mit Strafen in Höhe von 300 Ringgit (75 Euro) bis 5000 Ringgit (1250 Euro).“

Na dann kann ja nichts mehr schief gehen…

Trotz der guten Luft verlassen wir Melakka dann aber und fahren weiter. Wir wollen zum südlichsten Punkt Asiens fahren, den man über den Landweg erreichen kann. Also sozusagen zum Südkapp Asiens. Leider verbraucht Elke seit ein paar hundert Kilometern immer mehr Öl und so fahren wir die nächste Tankstelle an um Öl zu kaufen. Wir füllen gleich nach und stellen fest, dass es mittlerweile 800 ml auf 100 km sind. Leider ist es wohl doch nicht ohne Folgen geblieben, als in China der Zahnriemen übergesprungen ist und der Motor blockiert hat. Zunächst war der Ölverbrauch zwar höher als davor, aber nicht besorgniserregend. Nun sind wir seit dem Vorfall über 10.000 km gefahren. Vermutlich ist ein oder mehrere Ventile krumm, Kolbenringe defekt, die Kolben beschädigt oder eine Kombination aus mehrerem. Wir wissen es nicht und fahren erst mal weiter auf die Autobahn. Plötzlich fängt der Bus an zu ruckeln und geht aus. Wir rollen auf den Standstreifen und stellen fest, dass wir Diesel verlieren. Beim Umschalten auf den hinteren Tank ist dieser plötzlich komplett leer, obwohl er zuvor noch ¼ voll war. Also ist wahrscheinlich ein Ventil vom Dieselrücklauf hängen geblieben, hat den ganzen Diesel in den vorderen Tank gepumpt, dieser war dann überfüllt und hat den Diesel rausgedrückt.


Nach mehrmaligem hin und herschalten ist dann wieder alles OK und der Motor startet wieder. Also fahren wir weiter, allerdings beschließen wir, zurück nach Melakka zu fahren, da wir nicht sicher sind ob das Problem wirklich behoben ist. Plötzlich wird die Dieselmenge laut Anzeige in beiden Tanks immer mehr und die Uhr im Kombiinstrument läuft nicht mehr. Also ist dieses jetzt auch Schrott. Als wäre das nicht schon genug, fängt es plötzlich stark an zu regnen, Verena betätigt den Scheibenwischer und auf einmal gibt einer den Geist auf. Also repariert Benni diesen im strömenden Regen. Wir fahren weiter, einige Kilometer weiter das selbe Problem. Also wieder raus, reparieren. Ab sofort wird der Wischer also nur noch sporadisch betätigt. Total genervt kommen wir wieder auf unserem Parkplatz in Melakka an. Immerhin, dass Problem mit dem Diesel und dem Tank scheint behoben zu sein. Aber was machen wir mit dem Motor. Wir wollen ja noch ein wenig herum reisen und selbst der kürzeste Weg nach Bangkok, von wo aus wir ja verschiffen wollen sind 1.600 km. Also überlegen wir nun, was wir tun sollen. Motor reparieren? Gibt es hier Ersatzteile? Was wäre die Alternative? Wir schauen im Internet und finden heraus, dass es hier einen VW Club gibt. Wir rufen einen der Jungs an, in der Hoffnung das sie vielleicht Infos zur Ersatzteilebeschaffung in Malaysia haben. Eine halbe Stunde später, stehen gleich drei von ihnen vor unserem Bus und beratschlagen sich. Leider gibt es so gut wie keine Dieselmotoren in Malaysia und solche alten schon gar nicht (der erste VW mit Dieselmotor wurde 2013 in Malaysia auf den Markt gebracht). Es sieht also schlecht aus für uns. Wenn wir das Auto hier reparieren wollen, müssen wir die Teile aus Deutschland bestellen. Das heißt, wir müssen erst mal nach Kuala Lumpur fahren, weil dort die Teile am Flughafen abgeholt werden müssten.

Aber erst einmal werden wir eingeladen, am Abend mit den Jungs vom VW Club was trinken zu gehen. Einer von ihnen will uns mit seinem T2 abholen. Wir erklären ihnen, dass wir den Hund nicht so lange allein im Auto lassen können. Hunde sind bei den Moslems so was wie Schweine. Sie sind unrein und dürfen nicht berührt werden. Daher ist es auch nicht möglich einen Hund in ein Restaurant mit zu nehmen. Sie sagen uns, dass sie da schon eine Lösung finden werden.

Gegen Abend fängt es an, in strömen zu regnen. Die Jungs kommen dann um uns abzuholen und teilen mit, dass wir Mahi beim Pförtner vom Parkplatz lassen können. Er ist Inder und kann auf ihn aufpassen. Wir haben eine bessere Idee. Wir folgen ihnen mit unserem Auto und lassen Mahi dann im Auto vor dem Restaurant. Gesagt, getan. Es regnet nun schon seit Stunden wie aus Eimern und die ganze Stadt ist überflutet. Wir beten, dass die Scheibenwischer durchhalten und kommen schließlich heil am Restaurant an. Zum spontan einberufenen VW Treffen, sind wir dann trotz dem Mistwetter 7 Personen. Alle wollen uns mit unserem Problem weiter helfen und vermitteln uns den Kontakt zu einer Käfer/Bus Werkstatt in Kuala Lumpur. Wir verbringen einen netten Abend mit Tee und Kaffee und machen uns am nächsten Morgen auf nach KL.

VW Treffen in Melakka

VW Treffen in Melakka

VW Treffen in Melakka

VW Treffen in Melakka

VW Treffen in Melakka

VW Treffen in Melakka

Heute hat das chinesische Neujahr angefangen. Die Feierlichkeiten dauern 15 Tage an, die Geschäfte sind aber zum Glück nur an den ersten 3 Tagen geschlossen.

In KL angekommen, fahren wir gleich zu der Werkstatt. Der Chef ist zwar nicht anwesend, sagt uns aber am Telefon, dass wir alle Arbeiten in seiner Werkstatt verrichten, dort auch im Bus wohnen können und dass uns seine Angestellten gerne helfen werden. Dort angekommen erfahren wir, dass es nicht möglich ist die Kompression zu prüfen, da es mangels Dieselmotoren auch keine Dieselkompressionsprüfgeräte gibt. Der Bus ist zu hoch um in die Werkstatt rein zu fahren, wir müssten also alle Arbeiten auf dem Hof verrichten, ohne Schatten, bei durchschnittlich 35°, direkt neben einer lauten Straße parken, also auch wohnen, mit einer stinkenden Receyclinganlage nebenan und das Ganze für etwa 3 Wochen. Wir haben drei Möglichkeiten. 1. alle Teile auf Verdacht bestellen, Motor ausbauen, tauschen was getauscht werden muss. 2. Motor ausbauen, schauen was kapputt ist. Defekte Teile bestellen, warten, Teile und Motor wieder einbauen. 3. Alles lassen wie es ist, auf dem kürzesten Weg nach Bangkok fahren und hoffen, dass der Motor durchhält. Wir entscheiden uns für Variante 3. Mindestens drei Wochen neben dieser Werkstatt zu stehen und dann unter echt miesen Bedingungen die Arbeiten zu verrichten, darauf haben wir keine große Lust. Nach Bangkok sind es noch, mit kleinen Umwegen zu diversen Stränden 1800 km. Wir wollen alle 80 km anhalten und Öl auffüllen, dann klappt das hoffentlich.

Werkstatt in Kuala Lumpur

Werkstatt in Kuala Lumpur

Also fahren wir weiter. Zuerst statten wir aber noch den Batu Caves einen Besuch ab. In den Kalksteinhöhlen befinden sich mehrere Hindu-Tempel. Da Feiertag ist, sind ausser uns noch jede Menge anderer Besucher da.

Batu Caves

Batu Caves

Batu Caves

Batu Caves

Batu Caves

Batu Caves

Über Ipoh fahren wir weiter und verbringen nochmal ein paar schöne Tage auf Penang, an einem netten Platz, direkt am Meer.

Penang

Penang

Penang

Penang

Hier haben wir jetzt auch mal wieder Zeit um ein paar Reparaturen im Innenraum durchzuführen. Die Rückbank wird ausgebaut und die Scharniere wieder zurecht gebogen. Ausserdem wird wieder einmal die Wasseranlage perfektioniert. Nachdem wir, dank der großen Hitze in Malaysia rund um die Uhr unsere zwei Ventilatoren laufen hatten, sind wir froh, dass es hier am Meer Nachts angenehm kühl wird. Dies vereleitet Benni dazu, mal wieder Socken und Schal zu tragen. Bei immerhin trotzdem 25° vielleicht eine etwas übertriebene Maßnahme.

Mahi ist jetzt auch stolzer Besitzer eines Eigenheims. Für den Rückflug braucht er eine Transportbox, an die er sich langsam gewöhnen soll. Der Bus ist allerdings ganz schön voll mit dem riesigen Teil.

Mahi in seiner neuen Eigentumswohnung

Mahi in seiner neuen Eigentumswohnung

Dann geht es wieder weiter nach Thailand. Eine Übernachtung vor der Grenze und schon sind wir zum dritten Mal auf dieser Reise wieder in das Land des Lächelns eingereist…

Thailand Part 2- vom Osten in den Süden

In Thailand angekommen, fahren wir erst mal nach Chantaburi. Dort wollen wir uns um die Anfertigung von Containerrädern für Elke kümmern.
Wir haben uns nämlich nun schweren Herzens dazu entschieden, nicht nach Hause zu fahren, sondern den Bus von Bangkok aus, in den Container zu fahren und zu verschiffen.
Den Plan durch Myanmar nach Indien zu fahren, haben wir wieder verworfen. Dazu haben wir einfach nicht genug Zeit, bzw. Geld.
Bis es aber soweit ist, mit der Verschiffung haben wir zum Glück noch ein wenig Zeit. Momentan ist die fette Elke noch zu hoch für den High Cube Container. Deswegen brauchen wir spezielle, kleinere Räder. Und hierum wollen wir uns jetzt kümmern, was sich als gar nicht so einfach heraus stellt.
Irgendwann finden wir eine Werkstatt, von der wir denken, dass sie uns weiterhelfen kann. Allerdings gibt es ein kleines Verständigungsproblem, denn keiner spricht Englisch.
Nachdem Benni eine Zeichnung angefertigt hat, von einem Schiff, einem Container und einem Auto das zu hoch ist und schließlich noch Bilder aus dem Internet von Containerrädern zeigt, nicken alle Anwesenden und scheinen verstanden zu haben. Sie deuten uns an, dass wir zwei ihrer Mechaniker folgen sollen. Sie düsen voraus und wir versuchen mit dem Bus hinterher zu kommen.

die Mechaniker auf dem Moped

die Mechaniker auf dem Moped

Wir landen in einer anderen, größeren Werkstatt. Dort wollen die Jungs gleich zur Tat schreiten…
… und unser Hochdach absägen. OK, haben sie wohl doch nicht ganz verstanden was wir wollen.
Irgendwie kommen wir hier nicht weiter. Wir verabschieden uns und finden einen Reifenhandel. Unsere Idee ist nun gebrauchte, passende Felgen zu finden, diese zu bearbeiten und dann als Containerräder zu nutzen.
Die junge Chefin ist sehr engagiert und spricht perfekt Englisch. Sofort wird Elke ein Rad abgenommen und passende Felgen werden gefunden.

 

Elke hat ein Rad ab

Elke hat ein Rad ab

Alles super, nur leider der Preis nicht. 250 Euro sollen wir für 4 gebrauchte, bearbeitete Felgen bezahlen. Das ist uns viel zu teuer und deshalb ziehen wir auch hier wieder ab.
Das Thema Containerräder wird also noch mal verschoben und wir fahren weiter.
Der nächste Stop ist Pattaya. Die Stadt ist berühmt/berüchtigt für die vielen Sextouristen, die hier Urlaub machen. Hier kommt richtiges Malle-Feeling auf. Massenweise hintereinander aufgereihte Liegestühle laden zum relaxen am Strand ein.

Pattaya

Pattaya

 

Außerdem reihen sich Bars, Restaurants und Hotels aneinander. Nach einer Nacht fahren wir weiter.
Wir fahren nach Bangkok. Der Verkehr in der Hauptstadt ist gar nicht so schlimm, wie wir ihn von unserem letzten Thailandurlaub in Erinnerung hatten. Vielleicht sind wir aber auch schon abgehärtet, durch diese Reise.

Bangkok

Bangkok

Wir fahren auf einen Parkplatz, den schon andere Overlander als Übernachtungsplatz gewählt hatten. In Bangkok ist es nicht einfach bezahlbare Parkplätze zu finden, auf denen man auch über Nacht stehen kann. So sind wir froh, dass wir diesen Tip bekommen haben.
Am Eingang ist für uns nicht ersichtlich, was das Parken hier genau kosten soll, da alles auf Thai geschrieben ist. Die Wärter am Kassenhäuschen sprechen kein Englisch. Also quatscht Benni eine Taxifahrerin an, die übersetzten soll. Sie sagt uns, die Stunde kostet 10 Baht (etwa 0,25 Euro). Er hakt nach, 24 Stunden kosten also 240 Baht, laut Aussage des Wärters und über Nacht dort zu parken sei kein Problem.
Auf dem großen Parkplatz wird gerade eine Bühne aufgebaut und wir erfahren, dass hier heute ein Konzert stattfindet und gleichzeitig ein „Gipsy-Market“ hier sein soll.
Langsam füllt sich der Platz, coole Autos kommen angefahren und die Fahrer bauen ihre Stände auf.

Gipsy Market

Gipsy Market

 

Gipsy Market

Gipsy Market

Gipsy Market

Gipsy Market

Der Markt gefällt uns richtig gut. Es ist eine Mischung aus Flohmarkt, neuen Sachen und Essenständen. Tolle Gegenstände aus den 50er, 60er und 70er Jahren werden angeboten. Es gibt lebensgroße Elvis-Figuren, Mao Tse Tung Statuen, Steeve Urkel Puppen und vieles mehr, was man nicht braucht, aber trotzdem haben will.

Gipsy Market

Gipsy Market

Gipsy Market

Gipsy Market

Gipsy Market

Gipsy Market

Wir sind so ziemlich die einzigen Ausländer hier. Das Konzert dauert sehr lange, die Bühne ist direkt vor unserem Bus und an einen ruhigen Schlaf ist nicht zu denken.

Blick auf die Bühne

der Parkplatz ist voll

Als wir den Parkplatz am Morgen verlassen wollen, wollen die auf einmal umgerechnet 50 Euro von uns haben. Scheinbar sei es gar nicht erlaubt, dort über Nacht zu parken.
Wir weigern uns, schließlich haben wir ja am Tag zuvor extra nochmal gefragt, ob man dort über Nacht stehen darf und was das Ganze kostet. Nach einiger Diskussion zahlen wir dann, die gestern vereinbarten 10 Baht pro Stunde und fahren weiter.
Nahe der Kao San Road finden wir schließlich einen Parkplatz. Wir bummeln über die Kao San und gehen lecker essen, bevor wir am nächsten Tag weiter fahren.
In Sachen Containerräder gibt es auch gute Neuigkeiten. Benni hat in einer thailändischen VW Gruppe nach gebrauchten Felgen gefragt und ein VW-Busfahrer bietet uns kostenlos welche an. Das ist ja super. Wir vereinbaren mit ihm, dass wir sie am 07.März beim internationalen VW Treffen in Bangkok abholen kommen. Dort wollte Er und Wir sowieso hin.
Weiter geht unsere Reise in Richtung Süden. Der Weg führt uns durch Hua Hin. Hier gibt es eine VW Oldtimer Werkstatt an der wir vorbei fahren. Der Mechaniker winkt uns ganz aufgeregt zu und so halten wir kurz an. Er ist ganz begeistert von unserem Bus der von Deutschland bis hier her gefahren ist.

Käferstation in Hua Hin

Käferstation in Hua Hin

Benni und der Mechaniker

Benni und der Mechaniker

Ausserhalb von Hua Hin gibt es einen Mangrovenwald, durch den ein Weg gebaut wurde. Hier machen wir einen Stop und einen schönen Spaziergang durch den Wald.

Mangrovenwald

Mangrovenwald

Mangrovenwald

Mangrovenwald

Mangrovenwald

Mangrovenwald

Am Parkplatz wartet schon eine hungrige Straßenhundefamilie darauf, dass wir ihr was von Mahi´s Futter abgeben.

Hundegang

Hundegang

Die Nacht verbringen wir auf einem Rasthof um dann am nächsten Tag weiter nach Koh Lanta zu fahren. Zwei kurze Fährfahrten trennen uns von der Insel. Diese sind schnell erledigt und schon stehen wir endlich wieder am Meer.
Zufällig treffen wir hier Bruno und Lina wieder, mit denen wir auch schon in Kambodscha am Otres Beach campiert haben.

Elke und James

Elke und James

Wir parken direkt am schönen, ruhigen Sandstrand und genießen die fast schon kitschig schönen Sonnenuntergänge.

Koh Lanta

Koh Lanta

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Auch unsere China-Mitreisenden Astrid und Sven, die nun schon ein halbes Jahr auf der Insel sind treffen wir wieder.
Beim Spaziergang mit Mahi, durch die benachbarte Kokosnussplantage, beobachet Benni, wie hier die großen Nüsse geerntet werden. Speziell dafür ausgebildete Affen werden an einer langen Leine auf die Palme geschickt. Oben angekommen beginnt der Affe auf Kommando seines Besitzers die Kokosnuss abzudrehen. Diese fällt herunter und wird aufgesammelt. In Surat Thani gibt es extra Affenschulen, die die Tiere ausbilden.

Kokosnussernte

Kokosnussernte

Kokosnussernte

Kokosnussernte

Kokosnussernte

Kokosnussernte

Wir verbringen einige relaxte Tage auf Koh Lanta.
Dann zieht es uns weiter, wir wollen nach Malaysia. Nach zwei Tagen erreichen wir spät Abends die malayische Grenze. Wir sind wieder mal super vorbereitet, kurz vor dem ersten Grenzposten halten wir, um das Carnet de Passage zu suchen. Es ist verschwunden. Wir nehmen den halben Bus auseinander, aber es ist nicht auffindbar. Na toll, aber man braucht es für Malaysia ja scheinbar eh nicht unbedingt. Also versuchen wir unser Glück jetzt erst mal ohne dieses Zolldokument.

Kambodscha- alles Roger in Kombodscha?

Auf dem Weg nach Phnom Penh fahren wir durch die Stadt Kampot. Die gleichnamige Region ist für ihren besonders guten Pfeffer bekannt und so schlagen wir auf dem Markt gleich kräftig zu. Dann geht es weiter in die Hauptstadt. Am Eingang zu dem Parkplatz, den uns Ruth und Walter genannt haben, warten schon Gabi und Christian unsere anderen China Mitreisenden auf uns. Wir feiern das Wiedersehen mit kühlem Angkor Bier und freuen uns sehr die beiden wieder zu treffen. Da die Nacht auf dem bewachten Parkplatz am Tonle Sap Fluss sehr laut ist, beschließen wir in einer ruhigeren Seitenstraße zu parken. Dies erweist sich aber als nicht so schlau. Denn mitten in der Nacht wacht Benni auf, weil jemand am Bus herumwerkelt. Nach kurzem Lauschen wird ihm klar, da versucht jemand das Türschloss aufzubrechen. Er springt aus dem Bett auf, öffnet den Vorhang und sieht nur noch, wie sich die Verbrecher aus dem Staub machen. Zum Glück haben sie nichts beschädigt. Und unser „Wach“hund muss noch ein bißchen üben, der hat während der ganzen Aktion nämlich seelig geschlummert und nichts bemerkt. Toll, Mahi!
Am morgen kommt Christian an der fetten Elke vorbei und wir verabreden uns, gemeinsam die Killing Fields am Rande der Stadt zu besuchen. Hier wurden, während des grauenhaften Regiems der roten Khmer in den Jahren 1975- 1979 tausende von Menschen, auf brutalste Art und Weise hingerichtet. Die roten Khmer unter ihrem Anführer Pol Pot wollten aus Kambodscha einen Bauernstaat machen. Pol Pot vertrat die Meinung, alle Kambodschaner müssten als Bauern arbeiten, gebildete Menschen wären schadhaft für den Staat. Jeder der gebildet war oder auch nur so aussah, ob Lehrer, Ärzte, Brillenträger oder auch nur Menschen mit zarten Händen wurden brutalst ermordet. Um den Agrarkommunismus in seinem Land zu verwirklichen, wurden Religionen und privater Besitz abgeschafft. Die Menschen wurden aus den Städten vertrieben und mussten auf dem Land täglich 12 Stunden hart arbeiten, auch die Kinder. Fehlende medizinische Versorgung, Nahrungsmangel und die Zwangsarbeit, sowie die Ermordungen in den Todeslagern, führte zum Tod von ca. 2 Millionen Menschen. Jeder der im Verdacht stand, gegen das Regiem zu sein, wurde ermordet. Viele Menschen wurden auf den Killing Fields in Phnom Penh getötet. Mit dem Audio Guide ausgestattet durchlaufen wir das Gelände auf dem sich, vor noch gar nicht all zu langer Zeit, schrecklichste Szenen abgespielt haben. Grauenhaft ist die Vorstellung was hier passiert ist. Wie Männer, Frauen und Kinder in den Massengräbern den Tod gefunden haben. Um wertvolle Munition zu sparen, wurden die Menschen nicht erschossen, sondern mit Werkzeugen wie Haken, Hämmern, Macheten umgebracht. Babies und Kleinkinder wurden vor den Augen ihrer Mütter, mit dem Kopf gegen einen Baum geschlagen und in die Grube geworfen. Einfach unvorstellbar, welches Leid die Menschen damals ertragen mussten. In der gläsernen Gedenkstupa werden heute die unzähligen Schädel der Toten aufgereiht. Nach diesem erschütternden, aber doch sehr interessanten Besuch gehen wir noch gemeinsam einen Kaffee trinken und begeben uns dann doch lieber wieder auf den bewachten Parkplatz.

Hier in Phnom Penh wird uns wieder die Armut, die teilweise in diesem Land herrscht, vor Augen geführt. Ganze Familien leben auf der Straße. Mütter mit ihren Kindern schlafen Nachts auf den Gehsteigen. Eng aneinander gekuschelt liegen sie auf einem kleinen Stück Pappe. In den Parks hängen Hängematten zwischen den Bäumen, in denen die Obdachlosen schlafen.

Nachdem wir alle Dinge in Phnom Penh erledigt haben, geht es für uns weiter Richtung Kratie. Unterwegs fahren wir an unzähligen Kautschukplantagen vorbei. An jedem Baum hängt eine Schüssel, in die das wertvolle Latex aus den angeritzten Baumrinden hinein läuft.

Kautschukbaum

Kautschukbaum

Wir fahren durch wunderschöne Dörfchen, deren Häuser allesamt auf Stelzen errichtet wurden, zum Schutz vor Überflutungen während der Regenzeit.

In Kratie angekommen finden wir einen Parkplatz direkt am Mekong und können den wunderschönen Sonnenuntergang über dem Fluß beswundern.

Kratie

Kratie

Nach einem Besuch des schönen Marktes der kleinen Stadt, wollen wir die Irrawaddy-Süßwasserdelphine sehen. Hierfür fahren wir etwa 30 km durch ursprüngliche Khmer-Dörfer um den angeblich besten Ausgangspunkt für die Beobachtung der seltenen Delphinart zu erreichen. Wir teilen uns ein Boot mit einem belgischen Pärchen und schippern auf den Mekong hinaus. In der Flußmitte angekommen, schaltet der Bootsfahren den Motor aus. Es dauert nicht lange und schon sehen wir die ersten Tiere neben uns auftauchen. Überall vor, hinter und neben uns, tauchen sie immer wieder auf, springen aus dem Wasser oder spielen miteinander.

Delphine

Delphine

Delphin

Delphin

Aber so schnell sie auftauchen, so schnell sind sie auch schon wieder unter der Wasseroberfläche verschwunden. So fällt es schwer, die Tiere mit dem Fotoapparat fest zu halten.
Nach einer Stunde ist die aufregende Bootstour beendet und wir fahren zurück nach Kratie, um eine weitere Nacht auf unserem Parkplatz am Mekong zu verbringen.

Am nächsten Morgen wollen wir die kleine Insel die gegenüber unseres Parkplatzes liegt besuchen. Hierfür gibt es ein kleines Fährboot, welches die Menschen dorthin bringt. Einen Fahrplan gibt es nicht, wenn das Boot voll ist, geht es los. Als wir ankommen, sitzen bereits einige Einheimische und ein Hahn auf den Holzbänkchen und warten auf die Abfahrt. Verena setzt sich neben den Hahn, dieser beäugt Mahi kritisch von oben herab. Sein Besitzer nimmt ihn lieber weg und packt ihn in eine Tasche, die er dann verschliest. Wir machen einen Spaziergang auf der schönen Insel, die ausser einigen Häusern aber nicht viel zu bieten hat. Benni kauft sich einen Zuckerrohrsaft, der durch eine nicht ganz so hygienisch aussehende Presse, frisch aus Zuckerrohr für ihn zubereitet wird.

Zuckerrohrpresse

Zuckerrohrpresse

Zuckerrohrpresse

Zuckerrohrpresse

Mahi interessiert sich ein bißchen zu sehr für die niedlichen, kleinen Kücken am Wegesrand und wird von der aufgebrachten Glucke mächtig zurecht gewiesen. Von da ab macht er lieber einen großen Bogen um Hühner jeglicher Größe.

Wir fahren weiter in den Nordosten Kambodschas. Hier soll laut Reiseführer, der schönste, fruchtbarste Teil des Landes sein. Wir fahren über furchtbare Staubpisten. Teilweise sieht man keine 5 meter weit. Die vorausfahrenden und entgegen kommenden Fahrzeuge wirbeln unglaublich viel von dem roten, trockenen Sand auf. Wir schließen alle Fenster und Lüftungen und es wird unerträglich heiß im Auto. Wir sind heilfroh als wir müde und staubig an unserem Tagesziel ankommen.

Staubpiste

Staubpiste

In Baan Lung gibt es einen Kratersee, inmitten eines kleinen Dschungels gelegen. Ein Rundweg führt um den See herum und überall gibt es gemütliche, mit Hängematten ausgestattete Picknickplätze. Hier lungern wir den ganzen Tag herum und machen zum Abschluß einen ausgedehnten Spaziergang um den See.

Kratersee

Kratersee

Dann fahren wir weiter nach Phrea Vihear. Überall um uns herum brennt es. Die Kambodschaner bestellen ihr Ackerland durch Brandrodung. Direkt neben uns brennt eine riesige Fläche, hunderte Vögel fliegen aufgeregt durch die Luft. Sie und viele andere Tiere haben gerade ihr Zuhause verloren. Die Luft ist stickig.

Brandrodung

Brandrodung

Brandrodung

Brandrodung

Die Flächen die bereits gerodet sind, sind mit kilometerlangen Plantagen in Monokultur bepflanzt. Hauptsächlich Kautschuk- und Cashewplantagen säumen die Straßenränder.

Cashewfrüchte

Cashewfrüchte

Wir kommen abends bei Phrea Vihear an und übernachten auf dem Parkplatz vom Ticketschalter. Am nächsten Morgen wollen wir die schwer umkämpfte Tempelanlage besichtigen. Sie steht auf einem Hügel auf der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha. Da beide Länder Anspruch auf die, aus dem Khmer-Reich stammende Anlage stellen, gab es immer wieder, teilweise gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den beiden Parteien. Als wir am Morgen unsere Tickets holen, werden wir von der freundlichen Dame am Schalter mehrfach gefragt, ob unser Auto es denn wirklich da hoch schaffen würde, es wäre nämlich sehr steil und 4×4, sowie ausreichende Motorleistung würden benötigt werden. Wir wollen es versuchen und fahren los. Am Kontrollpunkt werden wir wieder gefragt, ob wir mit unserem Auto da hoch wollen. Wir bejahen, sicherheitshalber fahren uns aber schonmal zwei Männer mit ihren Motorbikes hinterher, um uns notfalls für 5 USD pro Person zum Gipfel zu bringen. Wir fahren die gut ausgebaute Serpentinenstraße hoch, dann fahren die Männer an uns vorbei, stoppen uns und sagen wir sollten besser das Auto stehen lassen. Ab hier wird es nämlich jetzt so richtig steil. Wir beratschlagen uns und entscheiden, dass sie wohl wissen werden was sie sagen. Also steigt Benni bei dem Einen, Verena mit Mahi bei dem Anderen aufs Moped und los geht die Fahrt. Unterwegs stellen wir fest, dass es wirklich verdammt steil den Berg hinauf geht und wir es mit unserer fetten Elke wohl niemals da hoch geschafft hätten. Die Männer setzen uns oben ab und wir vereinbaren, dass sie uns in 1 ½ Stunden wieder runter fahren. Wir besichtigen die Tempelanlage und genießen die schöne Aussicht.

Preah Vihear

Preah Vihear

Dann geht es wieder steil bergab und wir können nur hoffen, dass die Jungs gute Bremsen an ihren Bikes haben. Heil unten angekommen fahren wir weiter nach Siem Reap. Unterwegs bewundern wir wieder einmal die Transportkünste der Kambodschaner.

luftiges Plätzchen

luftiges Plätzchen

im Zelt fährt auch noch einer mit

im Zelt fährt auch noch einer mit

Auch die Mode der kambodschanischen Frauen sollte unbedingt noch Erwähnung finden. Diese tragen nämlich gerne Pyjamas in den buntesten Farben und mit schicken Mustern. Egal ob auf dem Markt, bei einer Spritztour mit dem Moped oder Zuhause, der Pyjama wird überall getragen.

In Siem Reap gönnen wir Elke mal wieder eine wohlverdiente Wäsche. Der Staub, der letzten Wochen muss runter und mehrere Mann kümmern sich intensiv um die Reinigung unseres Gefährtes.

Frisch geputzt geht es für uns dann am nächsten Morgen weiter nach Thailand.

Kambodscha- Angkor what?

Wir stehen an der Grenze zu Kambodscha in Poi Pet. Während Benni die Ausfuhrformalitäten erledigt, wartet Verena mit Mahi im Auto. Es herrscht reger Grenzverkehr und meterhoch beladene Holzkarren werden an unserem Bus vorbeigezogen und geschoben.

Grenzverkehr

Grenzverkehr

Dann sind wir auch schon drin, im Land der Khmer und es ist wieder mal alles ganz anders. Vom modernen Thailand, mit seinen Hochhäusern ist nichts mehr zu sehen. Die Menschen leben in Stelzenhäusern und es scheint nur noch Roller und Motorräder zu geben. Diese sind dafür aber beladen wie Kleinbusse. Unglaublich, was die Kambodschaner alles auf ihren Zweirädern transportieren. Riesige Anhänger werden hinterher gezogen, Schweine rücklings auf den Gepäckträger geschnallt, meterhoch Säcke auf das Fahrzeug gebunden und obendrauf sitzt dann noch der Sozius.

Wir fahren bis nach Siem Reap. Die Stadt lebt vom Tourismus, denn sie beherbergt die größte Sehenswürdigkeit von Kambodscha, das sagenhafte Angkor. Nach einer lauten Nacht in der Stadt, machen wir uns am nächsten Morgen auf um die alten Stätten zu besichtigen. Da wir uns Zeit für die Besichtigung lassen möchten und das Gelände sehr weitläufig ist, kaufen wir uns das 3- Tages Ticket. Für 40 Dollar pro Person nicht gerade ein Schnäppchen. Aber es lohnt sich definitiv.

 

Angkor

Angkor

Die alten Städte die vom 9.- 13. Jahrhundert das Zentrum des mächtigen Khmer Reiches waren, sind auch heute noch äußert faszinierend. Erst recht, wenn man bedenkt, dass damals über eine Million Menschen dort gelebt haben. Die Khmer-Könige errichteten monumentale Bauten für ihre Götter. Die pyramidenförmigen Tempel sollten Abbilder des mhytischen Berges Meru darstellen. Dazwischen fanden sich Holz- und Bambushütten, Märkte und (Reis)felder. Ein ausgeklügeltes Netz aus Becken und Kanälen sorgte für frisches Wasser. Nach dem Ende der letzten Epoche, eroberte der Dschungel die Gegend zurück. Die Siedlungen wurden üppig von Pflanzen überwuchert und gerieten in Vergessenheit. Heutzutage sind nur noch die steinernen Ruinen des einstigen Machtzentrum zu bewundern.

Angkor

Angkor

Angkor ist Unesco Weltkulturerbe und wir sind fasziniert von den schönen Tempelanlagen, die teilweise von dicken Baumwurzeln unterwandert und überwuchert sind. Nicht nur der bekannte, große Haupttempel Angkor Wat zieht uns in seinen Bann.

Angkor Wat

Angkor Wat

Leider findet Benni am Abend sein Ticket nicht mehr und nach ewigem, erfolglosen Suchen, kaufen wir am nächsten morgen ein neues 3-Tages Ticket für ihn. Am Mittag finden wir dann auch das erste Ticket wieder, dass sich in der Fototasche versteckt hat… Nach fünf Tagen verlassen wir Siem Reap wieder, aber erst nachdem Mahi noch seine zweite Impfung vom Tierarzt bekommt. Die „Praxis“ ist ein überdachter Hof in dem ein Steintisch und eine Theke aus Beton stehen. Ausser einer Arzttasche und einem Tropf der über der Theke hängt, können wir kein Equipment finden. Aber wir haben den Impfstoff und die Spritzen aus Thailand mitgebracht, sodass wir dem Tierarzt alles was er benötigt geben können. Mahi wird auf den Tisch gepackt und 2 Minuten später können wir auch schon wieder weiter fahren.

beim Tierarzt in Siem Reap

beim Tierarzt in Siem Reap

Da die Straßen sehr schlecht sind und größtenteils aus Staubpiste bestehen, kommen wir erst bei Dunkelheit an unserem Zwischenziel Phnom Penh an. Die Hauptstadt Kambodschas verlassen wir aber dann auch am nächsten Morgen gleich wieder. Hier kommen wir später noch einmal hin. Jetzt wollen wir erstmal ans Meer um dort Bennis Geburtstag zu feiern. Wir erreichen Kep am Mittag. Hier gibt es überdachte Picknickplätze direkt am Meer. Wir machen ein ausgedehntes Picknick und dann ist es auch schon wieder zu spät um weiter zu fahren.

Picknick in Kep

Picknick in Kep

Mahi beim Kokosnuss essen

Mahi beim Kokosnuss essen

Also bleiben wir eine Nacht hier um morgens dann aufzubrechen nach Sihanoukville. Wolfgang und Verena, die mit ihrem Mercedes LKW Amigo und Hund Apollo schon seit 3 Jahren unterwegs sind, parken bereits an dem tollen Strandabschnitt am Otres Beach, an dem wir dann auch unser Lager aufschlagen. Am nächsten Tag hat Benni Geburtstag, den wir mit einem tollen Frühstück und ausgedehntem Baden im Meer feiern.

Happy Birthday

Happy Birthday

Leider hat Verena wohl ein bißchen zu viel Sonne abbekommen und liegt am frühen Abend schon mit Kopfschmerzen und Übelkeit im Bett. Der arme Benni muss seinen Geburtstagsabend also alleine verbringen. Dann geht es aber allen wieder gut und nach und nach trudeln immer mehr Overlander, mit ihren Fahrzeugen am Otres Beach ein. Wir wollen gemeinsam Weihnachten feiern. Es sind nun ausser uns, noch 6 andere Fahrzeuge hier. Verena und Wolfgang aus Österreich im Mercedes LKW, Urs aus der Schweiz mit Corry aus den USA in ihrem Pinzgauer, Julien aus Frankreich im Mercedes Bus, Camilla aus Italien und Slunz aus Tschechien in ihrem MAN Kat, Michael aus Deutschland im Toyota Landcruiser und die deutschen Jen und Peter im Unimog.

Unsere bunte Truppe feiert ein schönes, ausgedehntes Weihnachtsfest mit Barbecue und allerlei Leckereien.

Weihnachten

Weihnachten

Dann kommt der Saturday-Night- Market, auf dem wir die Woche zuvor schon waren. Auf dem kleinen Markt werden an wenigen Ständen Kleidung und anderer Kleinkram verkauft und verschiedene Sachen werden zum Essen angeboten. Außerdem läuft Live Musik und es ist nett dort zu sitzen. Wir beschließen, auch einen Stand zu machen und zusammen mit Camilla und Slunz verkaufen wir selbstgemachtes Gulasch mit Kartoffelbrei, Cinnamon Rolls und Iced Thai Tea.

Verena und Camilla

Verena und Camilla

Das Geschäft läuft ganz gut und am Ende sind wir ausverkauft. Naja, reich wird man mit der Sache nicht, aber lustig ist es. Dann steht ja auch schon wieder Silvester vor der Tür. Wir haben uns inzwischen vermehrt, es sind 5 neue Fahrzeuge hinzu gekommen. Lina und Bruno aus Deutschland im Mercedes Bus, eine spanische Familie mit ihrem Toyota Landcruiser, zwei Schweizer im Toyota Landcruiser, 4 Jungs in einem Toyota Bus, den sie in Australien gekauft haben und 2 Franzosen die sich ein Tuk Tuk gekauft haben, mit dem sie durch die Gegend reisen.

Der Silvesterabend wird also eine große Party zusammen mit unseren Nachbarn und noch anderen Reisenden. Wie schon an Weihnachten, machen wir ein großes Buffet, zu dem jeder etwas beiträgt. Es wird ein lustiger Abend.

Wir kommen mit einem deutsch-schwedischen Paar ins Gespräch. Sie unterstützen arme, kambodschanische Kinder, deren Eltern sich das Schulgeld nicht leisten können. Gemeinsam besuchen wir die Privatschule, in der die Kinder unterrichtet werden. Ganz anders, als wir es aus Deutschland kennen, läuft der Unterricht hier ab. Alle Kinder wiederholen die Ansage der Lehrerin im Chor und es herrscht ein ohrenbetäubender Lärm.

in der Schule

in der Schule

in der Schule

in der Schule

Die Tage in unserem Camp werden nicht langweilig. Es gibt immer was zu tun. Der Haushalt im Bus, die längst fälligen Reparaturen an unserem Auto, nette Gespräche mit unseren Nachbarn, baden im Meer ist bei den heißen Temperaturen auch wichtig, usw.

arbeiten macht müde

arbeiten macht müde

An einem Tag passiert noch etwas nicht so Schönes. Während Verena mit Mahi spazieren geht, klauen ihr zwei Kambodschaner, die auf dem Roller vorbei fahren, die Tasche. Dabei stürzt sie und trägt Schürfwunden und blaue Flecken am Arm und der Hüfte davon. Außer Hundeleckerlies haben die Diebe aber zum Glück nichts erbeutet und die Verletzungen sind auch nicht so schlimm.

Gemeinsam mit unseren Camp Nachbarn machen wir eine Schnorcheltour. Wir haben uns ein Boot mit Fahrer gemietet und verbringen einen schönen Tag auf dem Meer mit gemütlichen Picknick an einem einsamen Strand. Benni wird gleich zum Cäpt´n degradiert und macht sich, ausgestattet mit dem passenden Outfit ganz gut in seinem Posten.

Cäpt´n Benni

Cäpt´n Benni

Schnorcheltour

Schnorcheltour

Ein paar Tage später kommt leider die Polizei, zusammen mit dem Besitzer des Landes auf dem wir stehen und bittet uns, das Gelände zu verlassen. Wir haben zwar den vermeintlichen Eigentümer gefragt, ob wir hier parken dürfen, nun stellt sich aber heraus, dass dieser gar nicht der Eigentümer, sondern nur der Pächter der benachbarten Bungalowanlage ist. Während die Ordnungshüter eintreffen, sind wir allerdings gerade mit dem Roller unterwegs, in der Stadt zum einkaufen. Als wir ankommen, werden wir bereits von ihnen erwartet. Die meisten anderen Fahrzeuge sind schon weg gefahren. Bei uns gibt es allerdings ein Problem. Wir können gar nicht fahren. Benni hat gestern die Antriebswelle ausgebaut, weil die Manschette gerissen ist und gewechselt werden muss. Heute wollte er wieder alles zusammen bauen. Also wird dies nun im Eiltempo, mit der tatkräftigen Unterstützung von Wolfgang und Urs erledigt. Dann ziehen auch wir um, etwa einen Kilometer weiter können wir an der Straße parken, sagen uns die Polizisten. Wir fahren also dort hin, der Strand ist wunderschön, aber die Autos stehen direkt an der wenig befahrenen Staubpiste. Deshalb stellen wir uns, gemeinsam mit Wolfgang und Verena etwas abseits auf ein verlassenes Gelände. Aber auch hier kommt schon am nächsten Tag wieder die Polizei und vertreibt uns. Uns bleibt nichts anderes übrig, als den Platz an der Straße zu nehmen. Nach einer Nacht haben wir uns aber mit dem Platz arrangiert und finden ihn eigentlich doch nicht mehr so schlimm. Mit so einem traumhaften, weißen Sandstrand vor der Tür, kann man sich ja eigentlich auch nicht beschweren.

danke an Urs für die tollen Luftaufnahmen

danke an Urs für die tollen Luftaufnahmen

Nach und nach verschwinden die anderen Overlander wieder und am Schluss sind wir mit Wolfgang, Verena, Camilla und Slunz die einzigen die noch da sind. Kurz bevor auch wir abreisen, kommen dann noch Ruth und Walter unsere China Mitfahrer vorbei. Wir freuen uns, die beiden nach 3 Monaten wieder zu sehen.

Die Zeit vergeht wie im Flug und nach einem wunderschönen Monat am Otres Beach, sind unsere Tage dort gezählt. Es wird Zeit dass wir weiter fahren, denn wir wollen ja noch etwas mehr vom Land sehen. Außerdem müssen wir bei Mahi Blut abnehmen lassen um den Tollwut Antititer zu bestimmen. Ansonsten darf er nämlich nicht nach Deutschland einreisen. Zwar gibt es in Sihanoukville auch einen Tierarzt, der arbeitet aber mit einer Hundezucht“firma“ zusammen und die verlangen für das Dokument einen unverschämt hohen Preis (580 US Dollar). Wir fahren also nach Phnom Penh. Der dortige Tierarzt verlangt einen fairen Preis.

Thailand- unterwegs im Norden Thailands

In Chiang Dao besuchen wir die gleichnamige Höhle die, obwohl es sich um eine Schauhöhle handelt, sehr interessant ist. Mit einer Führerin erforschen wir die weitläufige Höhle. Sie leuchtet uns den Weg mit ihrer Carbidlampe. Taschenlampen sind, warum auch immer, nicht erlaubt. Wie in fast jeder Höhle in Thailand, ist auch in dieser ein buddhistischer Altar zu finden und so befindet sich auch eine Gruppe Mönche mit uns in der Höhle, die sich gegenseitig mit ihren I-Pads fotografieren.

Mönche in der Chiang Dao Cave

Mönche in der Chiang Dao Cave

 

Am Morgen besuchen wir den Morning Market, der aber nicht wirklich unsere Erwartungen erfüllt. Dafür ist das Meditationskloster, auf dessen Parkplatz wir übernachten, umso schöner. Nachdem wir die 700 Stufen, durch einen wunderschönen Dschungel, zur Spitze des Berges erklommen haben, erwartet uns das Kloster und eine wundervolle, ruhige Atmosphäre.

Meditationskloster

Meditationskloster

Dann ist unser Kurztrip nach Chiang Dao auch schon wieder vorbei und wir fahren zurück nach Chiang Mai um unser Werkzeug abzuholen und Julien beim Kupplungstausch an seinem Mercedes Bus zu helfen. Die Kupplung ist leider immer noch nicht da und so warten wir noch einmal weitere vier Tage in Chiang Mai. Zeit um Mahi chippen zu lassen und ein wenig die Umgebung zu erkunden. Unser Stellplatz neben dem Wat Chiang Man ist schon fast zur neuen Heimat für uns geworden.

unsere Dusche im Wat Chiang Man

unsere Dusche im Wat Chiang Man

Dann trifft die Kupplung endlich ein und nachdem Benni und Julien den Austausch gemacht haben, geht es für uns endlich weiter nach Chiang Rai.

Die Stadt ist aus unserer Sicht allerdings nicht wirklich sehenswert und nachdem wir am nächsten Morgen den Tempel mit dem Jadebuddha besichtigt haben, beschließen wir weiter zu fahren. Wir wollen zum etwas ausserhalb gelegenen, weißen Tempel. Dieser ist dann wirklich ein absolutes Highlight. Wir stehen vor dem weißen, glitzernden und funkelnden Bauwerk und staunen.

Der Tempel ist ganz anders als die, die wir bisher gesehen haben. Der erst im Jahre 1997 begonnene und immer noch nicht fertig gestellte Tempel ist ein künstlerisches Meisterwerk. Jedes Detail hat eine Bedeutung. Vom Eingang des Gebäudes, welches die „Hölle“ symbolisiert läuft man weiter, vorbei an den irdischen Versuchungen, bis man am Altar und dem Bildnis Buddhas ankommt und alles Schlechte hinter sich lässt.

der Weg zum Tempel

der Weg zum Tempel

Diese moderne Darstellung eines Tempels und die umliegende Anlage wurde von dem Designer Chalermchai einmalig umgesetzt. Zunächst mit der Absicht sein Lebenswerk im Dienste Buddhas zu verrichten ohne Geld daran zu verdienen. Als er aber mitbekommen hat, wieviele Menschen diesen Tempel besichtigen wollen und wieviel Geld man damit verdienen kann, hat er es sich doch noch einmal anders überlegt…

Nach der Besichtigung fahren wir weiter nach Phayao. In der kleinen Stadt, die wunderschön an einem See liegt, verbringen wir eine weitere Nacht um dann, mal wieder, nach Chiang Mai zu fahren.

Diesmal um unsere lieben Freunde Martin und Michaela zu treffen, die auf Urlaub in Thailand sind. Sie bringen uns auch die lang ersehnten Ersatzteile mit. Nach drei wundervollen Tagen mit den Beiden, an denen wir viel Spaß hatten, kehren wir dann Chiang Mai endgültig den Rücken und machen uns auf den Weg Richtung Kambodscha.

Auf dem Weg liegt die alte Königsstadt Ayuthaya, die wir natürlich auch noch besichtigen. Der Besuch lohnt sich. Die alten Ruinen sind äußert interessant und wir verbringen dort einige Stunden mit der Besichtigung.

Ayuthaya

Ayuthaya

Ayuthaya

Ayuthaya

Dann erfahren wir das Jen und Peter, die mit ihrem Unimog seit über einem Jahr unterwegs sind, in der Nähe sind und wir beschließen einen Abstecher zu machen um die Beiden, die wir bisher nur aus dem Internet kennen, kennen zu lernen. Nach einem netten Abend und einem gemeinsamen Frühstück, geht es für uns zügig weiter nach Kambodscha, denn unser Visum läuft am nächsten Tag aus. Wir parken im letzten Ort vor der Grenze, um dann pünktlich am nächsten Morgen an der Grenze zu Kambodscha zu stehen.

Thailand- und dann kam Mahi…

Nachdem wir die Grenze nach Thailand passiert haben, herrscht Linksverkehr. Aber dank dem ausgeklügelten Seitenwechselsystem auf der Friendship-Bridge zwischen Laos und Thailand, wechselt man, fast ohne es zu bemerken von der rechten auf die linke Fahrspur.
Gleich nach der Grenze ist es mit der gewohnten, laotischen Ruhe auch ganz schnell vorbei. Das Ende der Regenzeit wird mit lauten Knallern und Feuerwerken gefeiert.
In Khon Khaen wollen wir unser Nachtlager aufschlagen. Doch das ist gar nicht so einfach, unzählige Autos parken auf jeder noch so kleinen Fläche. Es ist schon dunkel und wir warten in einer Reihe auf einem großen Parkplatz, dass endlich was frei wird. Der Fahrer hinter uns will nicht länger warten und drängelt an uns vorbei. Und Rums, ist er uns auch schon rein gefahren. Auch das noch. Wir sind eh beide schon ziemlich genervt. Benni steigt aus. Zum Glück ist nichts zu sehen und der andere fährt auch schon weiter. Wir beschließen auch weiter zu fahren und anderswo unser Glück zu versuchen. Der Parkplatz auf dem Gabi und Christian zwei Tage zuvor standen und der auf dem Foto so idyllisch aussah, ist voll mit Essensständen und hunderten thailändischen Besuchern. Ein Stück weiter entdecken wir dann endlich einen Parkplatz. Wir sind hungrig und stürzen uns ins Getümmel. Auf einem kleinen See werden Feuerwerke gezündet, es finden Tanzvorführungen statt, es ist sehr laut und dichtes Gedränge zwischen den unzähligen Essensständen.

Feuerwerk in Khon Kaen

Feuerwerk in Khon Kaen

Die Nacht wird sehr laut, ständig werden Knaller und Feuerwerke gezündet.
Wir fahren weiter nach Sukhothai. Die Ruinen der alten Königsstadt aus dem 13. Jahrhundert sind sehr weitläufig und wir mieten uns Fahrräder um die Stätten zu besichtigen.

Sukhothai

Sukhothai

Sukhothai

Sukhothai

Bei unserer Rundfahrt entdecken wir ein Wohnmobil mit französischem Kennzeichen. Die Insassen sind aber wohl auch gerade auf Erkundungstour.
Wir finden einen schönen, abgelegenen Parkplatz nahe der Ruinen und machen es uns gemütlich. Bis es anfängt zu dämmern und wir von tausenden von Moskitos angegriffen werden.

Sukhothai

Sukhothai

Fluchtartig verlassen wir den Platz und parken dann doch lieber auf dem Parkplatz vor dem Eingang. Wir gehen nochmal in die Stadt um etwas zu essen und als wir zurück kommen, steht das französische Wohnmobil neben Elke. Die Bewohner schlafen aber scheinbar schon. Nach einer unerträglich heißen Nacht lernen wir dann Cyril und Estelle mit ihren süßen Kindern Malia und Julie kennen. Die Vier haben auch schon eine ordentliche Strecke hinter sich und haben bereits die Pan Amerikana befahren, bevor sie ihr Wohnmobil nach Malaysia verschiffen ließen.
Weiter geht es für uns nach Lampang. Dort steht der Wat Phrathat Lampang Luang. Er gilt als einer der faszinierendsten Tempel Thailands und wir sind in der Tat beeindruckt von dieser schönen Anlage. Gegen eine Spende kann man sich auf einem endlos langen orangenen Tuch verewigen, welches dann um die Spitze des Chedis (thailändische Stupa) gewickelt wird. Da das Ganze Glück bringen soll und man Glück ja immer gebrauchen kann, hinterlassen auch wir unsere Namen auf dem Tuch.

Lampang

Lampang

Lampang

Lampang

Weiter führt uns der Weg nach Chiang Mai. Neben einem Tempel finden wir einen einigermaßen ruhigen Parkplatz.
Die Thailänder, besonders die Tuk-Tuk Fahrer, sind ganz begeistert von unserem Auto und unserer Reise und quatschen gerne mit uns, in ihrem mehr oder weniger schlechten Englisch.
Einer kommt an den Bus und meint „you come Germany with Volkswagen? Good idea!“ Ja, finden wir auch.
Wir besuchen den Sunday Market, ein Nachtmarkt in dem viele Künstler ihre Produkte anpreisen. Es ist unglaublich viel los und dichtes Gedränge in der Walking Street.
Pi See, eine Thailänderin, lädt uns in ihr Guesthouse, auf einen Tee ein. Als wir uns wieder auf den Weg zum Bus machen, läuft uns Julien (der Franzose, den wir in Luang Prabang kennen gelernt haben) über den Weg. Sein Auto steht in Pai und da wir da auch hin wollen, bieten wir ihm an, ihn dorthin mitzunehmen. Aber erst übermorgen. Vorher wollen wir Chiang Mai noch erkunden.
Morgens geht es dann los, 122 km nach Pai, die Strecke mit den 764 Kurven. 3 Stunden später sind wir da und Benni ist schlecht… Wir parken neben Juliens Van vor einem Guesthouse. Der Besitzer kommt dann und will von jedem von uns 50 Bath (1,25 Euro) pro Nacht fürs parken. Aber eigentlich gefällt uns der Platz gar nicht so gut und wir beschließen uns am nächsten Morgen einen neuen Stellplatz zu suchen. Während Verena sich eine Massage gönnt, nehmen Julien und Benni die neue Platzsuche in Angriff. Sie sind erfolgreich und finden einen super Platz am Fluß, ruhig und kostenlos. Wir schlagen unser Lager auf und richten uns gemütlich ein. Hier wollen wir erst mal einige Tage bleiben. Pai ist eine kleine Stadt in den Bergen Nordthailands. Viele Backpacker kommen hier her. Entsprechend viele Bars und Touri-Angebote gibt es hier. Dennoch ist alles sehr entspannt und relaxed in der kleinen Stadt. Wir mieten uns einen Roller, mit dem wir Einkäufe und Ausflüge verrichten können und lernen viele interessante, nette und tolle Leute kennen.
Bei einem unserer Ausflüge entdecken wir das Wohnmobil der französischen Familie die wir in Sukhothai kennen gelernt haben. Wir quatschen ein bißchen und sie kommen für eine Nacht mit zu unserem Camp.
Neue Nachbarn kommen hinzu. Andreas und Josephine, die auch mit ihrem VW Bus unterwegs sind und mit Julien durch China gefahren sind.

Camp in Pai

Camp in Pai

Da Halloween vor der Tür steht, werden Kürbisse und Melonen ausgehöhlt und Kostüme für die Halloweenparty gebastelt. Gemeinsam mit Andreas, Josephine, Julien und Ludo machen wir Pai als Hexen, Piraten, Feen, usw. unsicher.

Halloween

Halloween

Halloween

Halloween

Einige Tage später bekommen wir dann noch mehr Zuwachs in unserem Camp. Boris und Martha, die seit über einem Jahr durch die Welt trampen und fast immer in ihrem Zelt übernachten.
Wir haben viel Spaß und erzählen uns unzählige spannende, lustige und aufregende Geschichten.
Ehe wir uns versehen, sind auch schon 3 Wochen, wie im Flug vergangen.

Pai

Pai

in Pai

in Pai

Also packen wir unsere fette Elke und machen uns auf den Weg zurück nach Chiang Mai. Dort findet das Loi Krathong Lichterfest statt. Außerdem müssen wir die Aufenthaltsgenehmigung für unser Auto verlängern, da diese immer nur für einen Monat gültig ist.
Julien ist bereits dort und auch Andreas und Josephine folgen uns, um das Spektakel mit zu erleben.
Am Loi Krathong steigen unzählige von Skylaternen in den Himmel auf und Krathongs (kleine Floße aus dem Strunk einer Bananenstaude gefertigt und mit Blumen, Kerzen und Räuchertstäbchen geschmückt) werden im Fluß Kwai zu Wasser gelassen. Dadurch sollen Ärger, Groll und Verunreinigungen der Seele losgelassen und das Leben von einer besseren Warte aus begonnen werden.
Julien hat einen kostenlosen Krathong Workshop in der Stadt ausfindig gemacht und so machen wir uns auf, unser eigenes Krathong zu bauen.

Krathong-Workshop

Krathong-Workshop

Verena´s  Krathong

Verena´s Krathong

Benni´s Krathong

Benni´s Krathong

Nun sind wir gewappnet für die abendlichen Feierlichkeiten. Auf dem Weg kaufen wir noch zwei Skylaternen und stürzen uns in die Menschenmassen. Obwohl es den ganzen Tag regnet, sind unglaublich viele Menschen unterwegs, um den Festumzug an der Straße zu beobachten. Am Flußufer ist dichtes Gedränge. Jeder will sein Flößchen auf die Reise schicken und wir kämpfen uns auf dem kleinen Bambussteg voran. Aber dann sind unsere Krathongs im Kwai und dümpeln, gemeinsam mit unseren Sünden davon.

tschüß Krathongs, tschüß Sünden!

tschüß Krathongs, tschüß Sünden!

Nun lassen wir noch unsere Laternen in den Himmel steigen und begeben uns zurück ins Getümmel.

Loi Krathong

Loi Krathong

Loi Krathong

Loi Krathong

Von unserer Gruppe sind nur noch wir und Steve (der auch extra für das Loi Krathong aus Pai angereist ist) zusammen und wir beschließen dass Treiben von einer Bar am Fluß aus zu beobachten.

Benni und Steve mit dem "Giftcocktail"

Benni und Steve mit dem “Giftcocktail”

Nachdem die Feierlichkeiten vorbei sind, wollen wir noch ein bißchen mehr von Thailand sehen und wollen den großen Loop über Pai und Mae Hong Son, durch die Bergewelt Thailands machen. Nach einem 3-tägigen Zwischenstopp in unserem Camp in Pai, geht es dann weiter. Die Landschaft ist einfach atemberaubend schön und wir werden uns wieder einmal bewusst, wie gut wir es doch haben und wie glücklich wir uns schätzen dürfen, diese Reise machen zu können.
Die schöne Stadt Mae Hong Son, die Nahe an der Grenze zu Myanmar liegt, ist unser Platz für die Nacht. In einem Restaurant essen wir lecker zu Abend und schlendern noch ein bißchen über den Nachtmarkt.
Dann geht es weiter über die äußerst kurvigen Straßen. Wir wollen die Wasserfälle Mae Sariam besuchen. Plötzlich rennt ein kleiner Welpe vor uns auf die Straße. Benni bremst ab, der Kleine läuft auf die andere Straßenseite, auch da kommt ein Auto und überfährt in fast, dann rennt er wieder auf unsere Seite, rennt wie ein Irrer völlig planlos auf der Straße, vor unserem Auto her.
Wir halten an und locken den Kleinen zu uns. Er ist völlig fertig und zittert. Wir beschließen, ihn erst mal von der gefährlichen Straße weg zu bringen, packen ihn ins Auto und fahren ein Stück bis zu einem etwas ruhigeren Parkplatz. Dort geben wir dem kleinen Straßenhund erst mal was zu trinken, zu essen und einige Streicheleinheiten. Ihm scheint es bei uns so gut zu gefallen, dass er keine Umstände macht abzuhauen, nein, er macht es sich stattdessen in unserem Bus gemütlich und schläft ein. Also beschließen wir ihn erst mal mitzunehmen. Wir fahren weiter durch die kurvenreiche Straße, der Kleine schläft tief und fest. Wir finden einen schönen Parkplatz an einem Waldweg. Hier bleiben wir über Nacht. Und spätestens als er am nächsten Morgen wie selbstverständlich mit uns raus aus dem Bus und spazieren geht, haben wir verstanden, er hat beschlossen uns zu behalten.
Also darf er bei uns bleiben, somit sind wir ab jetzt zu dritt unterwegs. Da er für die Reise nach Deutschland geimpft sein muss und er auch jede Menge Flöhe, Zecken und wahrscheinlich auch Würmer hat, steht nun erst mal ein Tierarztbesuch an. Außerdem braucht der Zwerg ja noch einen Namen. Wir finden Mahi passt ganz gut zu ihm. Laut Internet ist das ein beliebter thailändischer Jungenname, der soviel wie süß/angenehm bedeuted.
In der Tierklinik in Chiang Mai wird Mahi also erst einmal durchgecheckt, geimpft, entwurmt und entfloht. Laut Tierarzt ist er gesund und etwa 4 Monate alt. Der Größe seiner Pfoten nach zu urteilen, wird er wohl mal ein großer Hund werden.

Mahi

Mahi

Mahi

Mahi

Danach sind wir erst mal hungrig und stellen fest, dass er alleine im Auto bleiben nicht so toll findet. Also nehmen wir ihn mit ins Restaurant. Er ist ja noch ganz frisch und muss dass erst noch lernen. Genauso wie das an der Leine gehen, das kannte er ja bisher noch nicht. Aber dafür macht er das jetzt, nach vier Tagen schon richtig gut. Überhaupt ist er ein ganz angenehmer Zeitgenosse, der natürlich noch ein bißchen Erziehung braucht.
Gemeinsam mit Julien, der immer noch in Chiang Mai festsitzt, weil er auf eine neue Kupplung aus Frankreich wartet, gehen wir in den Doi Suthep Nationalpark zum Picknicken. Auch der Tempel auf dem gleichnamigen Berg wird besichtigt. Er ist wirklich sehenswert und der Ausblick auf Chiang Mai ist toll.

Ausblick auf Chiang Mai

Ausblick auf Chiang Mai

Tempel auf dem Doi Sutharap

Tempel auf dem Doi Suthep

Da wir noch auf ein Werkzeug in Chiang Mai warten müssen, beschließen wir einen zweitägigen Ausflug nach Chiang Dao zu machen. Die kleine Stadt in den Bergen ist nicht sehr schön, liegt aber in einer tollen Landschaft und beherbergt eine interessante, große Höhle. Außerdem soll der Morning Market der jeden Dienstag dort stattfindet äußerst sehenswet sein. Wir finden einen super Übernachtungsplatz auf dem Parkplatz vor einem Meditationstempel. Hier ist es Nachts wieder, anders als in Chiang Mai angenehm kühl und wir können gut schlafen, bevor wir morgens wieder von unserem kleinen Pelzträger früh geweckt werden.

Laos- Stairway to heaven und ein Besuch im Nirvana

Nach 8 Tagen im schönen Luang Prabang haben wir dann auch wirklich alles gesehen. Naja, nicht alle 32 Tempel die diese Stadt beherbergt, aber viele davon.

Bettelmönch in Luang Prabang

Bettelmönch in Luang Prabang

Tempel in Luang Prabang

Tempel in Luang Prabang

Wir fahren also weiter um die Kuang Sing Wasserfälle zu besichtigen. Dank der Regenzeit stürzen unmengen an Wasser die Felsen hinab.

Wasserfälle

Wasserfälle

Der Sprühnebel ist bei den heißen Aussentemperaturen sehr erfrischend und wir wandern und kraxeln den steilen Weg durch den Dschungel, über den Fällen entlang und durch den Fluß hindurch.

Wasserfälle

Wasserfälle

Treppe im Wasserfall

Treppe im Wasserfall

Leider ist der Parkplatz sehr voll und auch nicht besonders schön. So fahren wir, anders als ursprünglich geplant, weiter in der Hoffnung einen besseren Übernachtungsplatz zu finden. Ein anderer Wasserfall ist noch in der Nähe, vielleicht können wir ja dort nächtigen. Aber nachdem wir diesen nach einigem Suchen nicht finden und es schon fast dunkel ist, beschließen wir wieder nach Luang Prabang zu fahren und dort die Nacht zu verbringen.
Am nächsten Morgen verlassen wir die Stadt dann aber endgültig und fahren durch die tolle Landschaft von Laos weiter nach Phonsavan zur Ebene der Tonkrüge. Die Strecke ist toll und die vielen Bergdörfer die wir durchqueren sind noch sehr ursprünglich. Wir folgen dem großen Schild welches uns den Weg zur Ebene der Tonkrüge weist, auch wenn die Richtung ein wenig anders ist als unser GPS uns vorgibt. Es ist schon halb sechs als wir ankommen, gegen sechs wird es dunkel und so beschließen wir, mit Einverständnis der Frau die die Tickets verkauft und dort auch lebt, auf dem Parkplatz vor dem Eingang zu schlafen. Nach dem Abendessen gehen wir bald ins Bett und sind glücklich das wir heute in den Bergen übernachten, denn es ist wesentlich kühler als in Luang Prabang. Morgens geht es dann auf zur Besichtigung. Wir fahren ein Stück den Berg hinauf und stellen das Auto vor den Treppen ab die zu den Tonkrügen führen sollen. Stufe um Stufe geht es, nicht enden wollend, den Berg hinauf.

long way

long way

Vier bis fünf kleine Tonkrüge sehen wir unterwegs, aber das kann ja noch nicht alles sein. Nachdem wir ganz schön fertig durch die Hitze und die tausend Treppenstufen oben ankommen, werden wir zwar mit einer tollen Aussicht belohnt, aber von den Krügen ist weit und breit nichts zu sehen. Es gibt noch einen “secret tunnel” der aber 30 cm tief unter Wasser steht, außerdem haben wir keine Taschenlampen dabei und eine kleine Höhle die nach 5 Metern aber auch schon wieder ins Freie führt.

secret tunnel

secret tunnel

Höhlenmensch

Höhlenmensch

Aussicht nach 1000 Treppenstufen

Aussicht nach 1000 Treppenstufen

Also geht es die vielen Stufen wieder hinunter und wir beschließen die Stelle zu besuchen die unser GPS als die richtige Ebene der Tonkrüge angibt. Also steigen wir wieder ins Auto, fahren 7km weiter und finden dann tatsächlich den richtigen Platz. Hier gibt es dann tatsächlich über 300 Stück der 1m bis 2,50m hohen Sandsteinkrüge, von denen keiner genau weiß, wozu sie gedient haben sollen. Schätzungen zufolge sollen die Krüge, die eigentlich gar nicht aus Ton sind und auch nicht alle auf einer Ebene liegen, um die 2000 Jahre alt sein. Es wird vermutet dass die Menschen damals ihre Toten in die Krüge gelegt haben, bis nach einiger Zeit nur noch die Knochen übrig waren und diese dann beerdigt wurden. Eine andere Theorie ist, dass darin Lebensmittel, wie z.B. Salz gelagert wurden. Dann gibt es noch die Legende der Einheimischen, welche erzählt dass die Krüge Trinkbecher von Riesen gewesen seien.

die verschiedenen Theorien

die verschiedenen Theorien

Ebene der Tonkrüge

Ebene der Tonkrüge

In näherer Umgebung gibt es noch zwei andere Stellen mit diesen Krügen, außerdem wurden ähnliche Funde in Indonesien und im Nordosten von Indien gemacht. Außer den Krügen gibt es hier noch weitere Zeugen eines traurigen Kapitels laotischer Geschichte. Unzählige Bombenkrater erinnern an den Indochinakrieg, der 1964-1973 tausenden von Menschen das Leben gekostet hat. Während dieser Zeit wurden 270 Millionen Bomben über Laos abgeworfen, das sind mehr als während des gesamten 2. Weltkriegs. Eine unglaubliche Zahl. Von diesen 270 Millionen Bomben sind gerade mal 30% detoniert, was bedeuted dass auch heute noch jede Menge Blindgänger in der laotischen Erde versteckt sind die jedes Jahr viele Menschen schwer verletzen oder töten. Es ist daher sehr ratsam den vielen Hinweisschildern Folge zu leisten und die Wege, welche aufwendig geräumt wurden, nicht zu verlassen.

"US go home"

“US go home”

Nach diesem geschichtlichen Ausflug führt uns der Weg weiter nach Vang Vieng. Unterwegs schlagen wir unser Camp an einem View Point auf, mit atemberaubernder Sicht auf die laotische Bergwelt.

Sonnenuntergang am View Point

Sonnenuntergang am View Point


Mit solch einem tollen Panorama macht Zwetschgenmarmelade kochen und Brot backen richtig Spaß. Leider hat das zugehörige Restaurant schon geschlossen und wir kratzen unsere letzen Essenreste zusammen, um ein etwas gewöhnungsbedürftig kombiniertes Abendessen zu kreiiren. In Vang Vieng angekommen, beschließen wir den Ort schnell wieder zu verlassen. Hier gefällt es uns nicht wirklich. Die kleine Stadt besteht ausschließlich aus Bars, Restaurants, Souveniershops und Gästehäusern. Dafür ist die Landschaft drum herum und die vielen Höhlen die besucht werden können toll. Die Suche nach der wohl sehr schönen Xianhöhle bleibt erfolglos, da der Weg nach mehreren Kilometern Feldweg plötzlich vor einem Fluß endet und wir die Höhle nicht finden können.

wo gehts lang?

wo gehts lang?

Also fahren wir noch 23 km weiter. Hier finden wir, dank einem Tip von Julienne, das Nirvana Guesthouse welches Abseits eines Ortes am See Ngun Nam liegt. Der äußerst symphatische Besitzer Christophe heißt uns gleich herzlich willkommen und bietet uns an, unseren Bus direkt am See zu parken.
Dank der Regenzeit ist der See ein bißchen übergeschwappt und wir müssen eine kleine Wasserquerung machen um den tollen Parkplatz zu erreichen. Hier ist es einfach traumhaft und wir können uns im badewannenwarmen Wasser von der großen Hitze “abkühlen”. So beschließen wir jeden Tag, dass wir doch noch einen Tag länger bleiben.

selbstgemachte Pizza am See

selbstgemachte Pizza am See

traumhafter Sonnenuntergang

traumhafter Sonnenuntergang

Christophe ist nicht nur ein netter Gastgeber, er kümmert sich auch toll um Wildtiere, die ansonsten auf den Tellern der Laoten landen würden. Er hat mehrere kleine Inseln im See gekauft, auf denen er die Tiere wenn sie groß genung und gesund sind leben lässt, ohne das sie Wilderern zum Opfer fallen können.
So hat er eine Insel auf der derzeit sieben Affen leben und am Guesthouse nochmal einen Käfig mit sechs Jungtieren, welche mit einem Alter von vier Jahren auch ausgewildert werden.

die kleine Angel

die kleine Angel


Außerdem hat er drei junge Leoparden, welche bald auf ihre eigene Insel dürfen.

Leopardenbaby

Leopardenbaby

Leider machen die Laoten auch beim vom Aussterben bedrohten Arten keinen Halt und so gibt es leider kaum mehr Leoparden und nur noch wenige frei lebende Affen in Laos. Was sie nicht selbst essen, kaufen die Chinesen für ihre traditionelle Medizin. Am morgen fahren wir zusammen mit Christophe auf seinem Boot zur Affeninsel um die Affen mit Bananen zu füttern. Diese kommen auch sofort angerannt als sie das Boot hören und warten ungeduldig darauf, dass ihnen die Bananen zugeworfen werden.

der Boss der Affeninsel

der Boss der Affeninsel

schnell essen, bevor es einer klaut

schnell essen, bevor es einer klaut

Nach fünf Tagen im Nirvana, geht es für uns weiter nach Vientiane. In der Hauptstadt von Laos wollen wir unsere Thailandvisa beantragen. In der Stadt angekommen, sind wir hungrig und machen uns auf die Suche nach einem Restaurant. Leider sind wir zu weit gefahren und müssen wenden. An der nächsten Kreuzung geht es nach links, aber U-Turn ist verboten. Es ist aber kein Verkehr und so macht Verena schnell das illegale Wendemanöver. Es geht nicht lange und schon überholt uns ein Polizeibeamter auf seinem Roller und deutet uns an rechts ran zu fahren. Na so ein Mist. Er kommt ans Fenster und erzählt uns irgendwas auf laotisch. Wir gucken in fragend an und tun so als würden wir nicht verstehen was er will.
Dann zeichnet er uns auf einem Zettel etwas auf was entfernt Ähnlichkeit mit dem U-Turn-verboten-Schild hat. Wir schauen ihn fragend an. Er zeigt auf das Kennzeichen und das Auto. Wir stellen uns noch eine Weile doof, aber nachdem er mehrfach sowas wie “dleiwel leisens” gesagt hat, gibt Verena im erst mal die Kopie ihres Führerscheins. Damit ist er nicht zufrieden, er will das Original. Das wollen wir ihm aber nicht geben, also geben wir ihm den internationalen Führerschein. Das dieser nur in Verbindung mit dem richtigen Führerschein gültig ist, kapiert er zum Glück nicht. Er zeigt uns dass wir ihm folgen sollen, zum Polizeiposten… …und fährt davon. Weit uns breit kein Polizist mehr zu sehen. Wir stehen etwas hilflos an der Kreuzung und wissen nicht so recht wohin. Sollen wir einfach weiterfahren und der den blöden Führerschein einfach behalten? Irgendwie auch blöd. Nicht das er uns dann doch noch findet oder wir bei der Ausreise aus Laos Probleme bekommen. Wir fahren also noch ein wenig umher und sehen dann durch Zufall, dass an der Kreuzung an der wir die Straftat begangen haben, der gesuchte Polizeiposten ist. So ein Mist, haben die das also alles aus ihrem Häuschen aus beobachtet. Also parken wir daneben und gehen zu den Gesetzeshütern. Außer dem der uns angehalten hat, sind noch zwei weitere Polizisten im Häuschen. Einer schläft im Eck auf dem Boden und der andere hat schon eine schöne Zeichnung von dem U-Turn-verboten Schild angefertigt. Dieses hält er uns nun unter die Nase und erklärt uns, dass wir dieses Schild mißachtet haben. Wir fragen was es kostet und mit einem Grinsen bekommen wir die Antwort, dass die Strafe 200.000 Kip, also 20 Euro beträgt. Aber er könne uns hier keine Rechnung ausstellen. Wenn wir eine Rechnung haben wollen, müssten wir morgen aufs Revier kommen. Wir fragen was das Ganze dann mit Rechnung kostet und bekommen zur Antwort, auch 200.000 Kip. Außerdem hätte das Revier heute geschlossen, wir könnten erst morgen hin. Wir erklären dem Grinsenden, dass wir jetzt erst mal ans Auto müssen und bei der deutschen Botschaft anrufen um abzuklären ob es OK ist die Strafe ohne Rechnung zu begleichen. Am Bus angekommen, setzen wir uns für 3 Minuten rein und machen so als würden wir telefonieren. Dann gehen wir zurück und erklären das uns gesagt wurde, dass es nicht in Ordnung sei die Strafe ohne Rechnung zu bezahlen. Blöd grinsend redet er kurz mit seinem Kollegen, gibt uns dann den Führerschein zurück und sagt “OK, you can go”. Irgendwie hat er jetzt doch Angst gekriegt und wir dürfen, ohne zu bezahlen oder das Revier aufzusuchen gehen. Hoch erfreut darüber, dass wir es mal wieder geschafft haben ohne etwas an korrupte Polizisten zu bezahlen, davon gekommen zu sein, machen wir uns auf in das Restaurant und geben dann gleich die ersparte Strafe beim shoppen im zugehörigen Laden aus. Danach fahren wir in den außerhalb der Stadt gelegenen Buddhapark, um auf dem zugehörigen Parkplatz zu übernachten und mit Gabi und Christian, die dort auch stehen ein Bierchen zu trinken. Früh morgens geht es dann wieder in die Stadt zum thailändischen Konsulat. Nachdem wir ewig nach einer geöffneten Wechselstube gesucht haben um thailändische Bath zu bekommen, können wir unser Visum dann beantragen, aber erst nachdem die wohl schrecklichsten Paßbilder von uns gemacht wurden die wir je gesehen haben.
Nach dem Bezahlen bekommen wir eine Quittung, mit der wir die Visa am nächsten Tag abholen können. Also stürzen wir uns ins vietianische Getümmel und schauen uns die Stadt an. Da übermorgen, dass in ganz Laos gefeierte Boat Racing Festival in Vientiane stattfindet, ist die Stadt überfüllt mit Besuchern aus dem ganzen Land.
Das Mekong Ufer ist gesäumt von unzähligen Straßenständen, überall läuft ohrenbetäubende Musik aus unzähligen Boxen die sich gegenseitig zu übertönen versuchen. Vom Mekong sieht man vor lauter Menschen und Ständen gar nichts. Wir schauen uns nach einem Übernachtungsplatz in der Stadt um, sind uns aber schnell einig, dass das hier wohl nichts wird.
Also besichtigen wir noch ein wenig die Stadt, finden einen Second Hand Buchladen, in dem wir einen tollen, deutschen Thailand Reiseführer, einen englischen für Kambodscha und ein Thai-Wörterbuch erstehen und fahren dann wieder raus aus der Stadt um den schönen Parkplatz am Buddhapark aufzusuchen. Am morgen besuchen wir dann den schönen Park mit den unzähligen Buddha Figuren und fahren dann wieder in die Stadt um unsere Visa abzuholen.

Buddhapark Vientiane

Buddhapark Vientiane

Buddhapark Vientiane

Buddhapark Vientiane

Heute ist noch mehr los in Vientiane und wir beschließen, heute noch über die Grenze nach Thailand zu fahren. Schnell haben wir die Ausreisestempel in unseren Pässen und es geht weiter, in das 17. Land auf unserer Reise, Thailand.

Laos- zwei Chaoten unter Laoten

Die Einreise nach Laos erfolgt problemlos. Nachdem wir unsere 30-tage Visa an der Grenze erhalten und das Auto auf einer Seite! desinfiziert wurde, durchfahren wir das goldene Eingangsportal.

in Laos

in Laos


Nun sind wir fast in Laos. Es wird noch eine Autoversicherung abgeschlossen und das Carnet abgestempelt und wir fahren weiter, im Konvoi nach Luang Namtah. So ganz können wir uns noch nicht von unserer Chinagruppe trennen und wir beschließen noch ein gemeinsames Abschlußessen zu machen, bevor jeder wieder seines Weges geht. Wir halten am Eingang der kleinen Stadt und da wir erstmal nur ein chinesisches Restaurant finden, beschließen wir dort einzukehren, auch wenn wir eigentlich schon genug chinesisches Essen hatten in letzter Zeit. Jetzt bräuchten wir wieder Tony, der für uns in China immer die besten Sachen bestellt hat. Aber wir sind ja selber groß, werden mit in die Küche genommen und wählen dann am Kühlschrank aus was wir wollen. Wie in China auch üblich werden viele Speisen bestellt, die in der Mitte des Tisches, bestenfalls auf einer drehbaren Platte stehen und dann nimmt man sich von allem (was man mag) etwas. Dann kommt das essen und, naja, so ganz toll ist es nicht. Besonders das Chicken, das die anderen noch bestellt haben, wird in vollem Umfang geliefert. Das heißt, Kopf und Füße liegen mit auf dem Teller.
Walkie -Talkie

Walkie -Talkie


Zum Glück haben wir als Veganer damit nichts zu tun. Zu allem Überfluss war das Essen dann auch noch viel teurer als erwartet. In der prallen Mittagshitze geht es zurück zu den Autos und dann trennen sich erstmal unsere Wege. Einzig Ruth und Walter bleiben mit uns zusammen, da Benni noch etwas an der Bordelektrik ihres Reisegefährtes reparieren muss. Wir folgen den beiden und finden im Garten des Boat Landing Guesthouses einen schönen Stellplatz. Hier können wir jetzt erstmal ein paar Tage entspannen.
Stellplatz im Grünen

Stellplatz im Grünen

abhängen

abhängen


Später kommen dann doch noch Astrid und Sven dazu. Sie haben keinen anderen Stellplatz für den großen Loki gefunden und somit wäre die Chinagruppe fast wieder komplett. Morgens um fünf werden wir von den krähenden Hähnen in der Umgebung geweckt. Um halb sechs stehen wir auf, wenn wir schon nicht mehr schlafen können, nutzen wir die Zeit sinnvoll und schauen ob wir die Bettelmönche bei ihrem Almosengang durch das Dorf sehen können. Wir ziehen uns an, die frische Morgenluft ist wunderbar kühl und wir laufen richtung Kloster. Die Mönche sind noch im Klosterhof mit allerlei Arbeiten beschäftigt, so beschließen wir erst einmal den kleinen Markt des Ortes zu besuchen. Trotz der frühen Morgenstunde ist reges Treiben auf dem Markt, wir fallen auf da wir die einzigen Nicht-Laoten sind, aber trotzdem interressiert sich eigentlich keiner für uns. Komisch irgendwie, nachdem man in China aufgefallen ist wie ein bunter Hund, ständig fotografiert oder angeschaut wurde. Die Marktfrauen bieten eine Menge an frischen Kräutern, Gemüse und Obst an.
Markt in Luang Namtah

Markt in Luang Namtah

Markt in Luang Namtah

Markt in Luang Namtah


Aber auch getrocknete Ratten, lebende, an den Beinen zusammen gebundene Frösche, lebende Hühner und Fleisch werden feil geboten.
getrocknete Ratten und Fisch

getrocknete Ratten und Fisch

Küken

Küken


Wir kaufen etwas Obst und Gemüse und verlassen den Markt wieder. Gerade noch rechtzeitig, wie wir sehen, denn vor uns biegt gerade eine Gruppe Bettelmönche in eine Straße ein. Wir überlegen, in welche Richtung sie wohl laufen könnten und finden tatsächlich die richtige Nebenstraße, in der Frauen mit ihren Opfergaben auf die orange gekleideten Mönche warten. Kurz darauf kommt die Gruppe angelaufen, nach Alter aufgereiht. Zuerst die älteren, dann die Jüngeren. Diese sind übrigens etwa 8 Jahre alt. Die Frauen knien sich auf den Boden und überreichen den Mönchen mit gesenktem Haupt die Gaben. Meist gekochter Reis, Gemüse, Obst oder auch Süßigkeiten. Nachdem alle Gaben ihren Platz in den Schalen der Mönche gefunden haben, stellen sich diese vor den Frauen auf und sagen ihr Gebet auf. Dann gehen sie weiter.
Bettelmönche in Luang Namtah

Bettelmönche in Luang Namtah

Bettelmönche in Luang Namtah

Bettelmönche in Luang Namtah


Wir verbringen 5 Tage im schönen Garten des Guesthouse, endlich ist mal Zeit um in unserer kleinen, 5 m² Wohnung einen Frühjahrsputz zu machen und alles gründlich zu reinigen. Außerdem gibt es jede Menge Wäsche zu waschen und wir freuen uns das Internet wieder zensurfrei nutzen zu können. Benni behebt zusammen mit Walter das Elektrikproblem im Toyota. Wir treffen uns dann nochmal abends mit Gabi und Christian und den Anderen zum Essen und besuchen den Nachtmarkt, der aber wirklich sehr klein und nicht besonders toll ist. Endlich gibt es jede Menge tolles Obst. Kokosnüsse, Mangos, Rambutan, Mangosteen, Bananen,… Wir sind im (Schlemmer)Paradies. Dann brechen wir aber doch auf. Wir fahren durch den Nam Ha Nationalpark, mitten durch den laotischen Dschungel. Auf einem Berg vor Muang Sing machen wir an einem Tempel Pause, mit wunderschöner Aussicht auf die traumhafte, laotische Landschaft.
Tempel bei Muang SIng

Tempel bei Muang SIng


Dann fängt es wieder zu regnen an. In Laos ist gerade Regenzeit und es hat bisher fast jeden Tag ein bißchen geregnet. Jetzt regnet es aber stark und hört gar nicht mehr auf.
Regen

Regen


Wir fahren nach Muang Sing und finden nach einigem Suchen einen Parkplatz hinter einem Guesthouse, in der Nähe des Marktes.
Da es nicht aufhört zu regnen, bleiben wir den restlichen Tag im Bus. Am nächsten Morgen nieselt es nur noch leicht und wir wagen uns raus um den Markt zu erkunden. Durch tiefen Schlamm bahnen wir uns den Weg und machen unsere Einkäufe. Dann fahren wir weiter. Unser heutiges Ziel ist das etwa 150 km entfernte Oudumxay. Generell keine Strecke, aber auf den teilweise schlechten, laotischen Straßen kann das schon mal eine Weile dauern. Eine Brücke die wir gestern noch überquert haben, ist komplett überflutet und wir fahren durch knietiefes Wasser.
Brücke unter Wasser

Brücke unter Wasser


Einige Kilometer weiter ist plötzlich ein langer Stau auf der Straße. Wir steigen aus und schauen was passiert ist. Durch die starken Regenfälle hat es einen Erdrutsch gegeben und zwei Lkw´s sind bei der Durchfahrt durch den tiefen Schlamm stecken geblieben.
Erdrutsch

Erdrutsch

Erdrutsch

Erdrutsch


Nach langem Versuchen schafft es der Eine dann selbst heraus, beim Versuch den anderen raus zu ziehen reißt das Stahlseil. Einige Autos können das Schlammbad passieren, dann zieht ein anderer Lkw, den feststeckenden nach hinten raus.
Wir beobachten eine Weile die durch den Matsch schlingernden Fahrzeuge, nachdem es aber ein Chinese im tiefergelgten Mercedes wagt und auch schafft, ist für uns auch klar, das wir da durch kommen. Weiter geht die Fahrt durch kurviges, bergiges Land und dann erreichen wir endlich hungrig Oudumxay. Wir schlagen uns mit einem köstlichen Essen die Bäuche voll und finden dann, kurz vor Anbruch der Dunkelheit einen Platz bei einer Stupa, direkt zu den Füßen (naja eher Fersen) Buddhas.
zu Füßen Buddhas

zu Füßen Buddhas


Wir würden gerne den Nam Khad Wasserfall und die Chong-Om Höhlen besichtigen. Beides ist aber leider wegen den starken Regenfälle derzeit nicht möglich, da die Straßen unpassierbar sind. Also fahren wir weiter nach Luang Prabang. Wir fahren durch viele, kleine Dörfer. Die Menschen leben hier sehr bescheiden in kleinen Holzhütten ohne Strom und Wasseranschluß.
Hütten am Straßenrand

Hütten am Straßenrand


Dennoch wirken sie und besonders ihre vielen, spielenden Kinder sehr glücklich. Wir erreichen Luang Prabang am Abend und parken den Bus mit Blick auf den Mekong. In den nächsten Tagen erkunden wir die schöne Stadt, die einst von den Franzosen besetzt war. So paart sich hier französische mit laotischer Baukunst. Der Nachtmarkt, mit den vielen kleinen Ständen auf denen allerlei Handwerkskunst, wie Tücher, Stickereien, Gemälde, Schnitzereien, Kleidung, und vieles mehr angeboten wird, ist nett anzusehen. Schade, dass wir so wenig Platz im Bus haben…
Luang Prabang

Luang Prabang

Nachtmarkt

Nachtmarkt


Wir lernen Julienne kennen, ein Franzose, der aus Paris nach Laos gefahren ist. Wir parken unsere Elke, neben seinem Baltazhar, ein Stückchen weiter flußabwärts.

Gemeinsam mit einem weiteren Franzosen (Kevin) und den kanadischen, weltreisenden Stephen und Erin, besuchen wir dann eine laotische Tanzvorstellung. Die Tänzerinnen führen traditionelle laotische Tänze zu passender Musik auf. Am Schluß bekommt jeder noch eine Blume ins Haar gesteckt.
zum Anbeißen

zum Anbeißen


Wir verabreden uns mit Gabi, Christian, Sven und Astrid zu einer Mekong-Bootsfahrt um die Pak Ou Höhlen zu besichtigen. Die 5-stündige Fahrt und die Höhlen sind auf jeden Fall eine Reise wert und wir haben wieder mal viel Spaß mit unserer “Chinagang”.
Benni im Boot

Benni im Boot

Pak Ou Cave

Pak Ou Cave


An einem Abend, während wir mit Julienne, Kevin, Stephen und Erin noch bei einem Bierchen vor dem Bus sitzen, kommt einer der Bootfahrer die mit ihren Booten unterhalb unseres Parkplatzes am Mekong anliegen und fordert uns auf, mit ihm aufs Boot zu kommen um “Party” zu machen. Also kommen wir mit, der Lao Lao (laotischer Schnaps) wird reihum gegeben und als dieser leer ist, wird mit Beerlao weiter gemacht. Dazu muss jeder Lieder aus seinem jeweiligen Heimatland singen. Die Partycrew besteht also aus uns sechs und den Laoten Peng, Deng (“me wife Peng”), Baby Peng (Baby ist aber schon etwa 20), Kid und Zumbum (“me have wife, don´t no where is”).
Party

Party


Es wird auf jeden Fall ein lustiger Abend und als wir das Boot gegen 24.00 Uhr verlassen, hat Zumbum schon einige Probleme von Peng´s Boot auf seines nebenan zu kommen. :-) Am nächsten Morgen treffen wir ihn, eigentlich wollte er heute 7 Stunden mit dem Boot irgendwo hin fahren, aber es geht im so schlecht, dass er lieber doch nicht gefahren ist.. Auch wenn Luang Prabang sehr touristisch ist, gefällt es uns hier sehr gut und so stehen wir seit einer Woche auf unserem Plätzchen am Mekong und genießen das laotische Leben.
Blick vom Chomsi Hill auf Luang Prabang

Blick vom Chomsi Hill auf Luang Prabang